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In dritter Generation

Thomas Busch ist Chef der gleichnamigen Malerfirma in Ebersbach. Er hat jetzt gleich zwei Jubiläen gefeiert.

© Matthias Weber

Von Gabriela Lachnit

Ebersbach. Jetzt hat Thomas Busch wieder etwas mehr Zeit. Die Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag der Malerfirma Busch in Ebersbach sind vorüber. In der Vorwoche hatte der Malermeister Geschäftspartner, Kunden und Mitarbeiter zum Feiern eingeladen. Die Kulisse dafür hat die neue Halle der Firma Busch abgegeben. Gleich neben dem Firmensitz in der Mühlstraße in Ebersbach ist die Halle im letzten Jahr errichtet worden. Zuvor befand sich dort ein Lehrlingswohnheim. Thomas Busch hat das Areal erstanden, die Baracken abreißen lassen und das Grundstück mit einer Ebersbacher Firma geteilt. Auch die hat auf dem Gelände eine Halle errichtet.

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Neueste Errungenschaft der Firma ist eine Halle neben dem Firmensitz in der Mühlstraße in Ebersbach. © Matthias Weber

Notwendig war das neue Gebäude für die Malerfirma, weil der Firmensitz in der Mühlstraße – übrigens auch eine ehemalige Baracke, die 1995 aus- und umgebaut worden ist – sprichwörtlich aus allen Nähten platzt. Jetzt bietet die neue Halle Raum für die Lagerung von Material, aber auch für einen großen Beratungs- und Schulungsraum, für eine Küche für Mitarbeiter und neue Sanitäranlagen. Sobald es das Wetter zulässt, werden die Außenanlagen um die Halle herum gestaltet. Dann soll auch eine Verbindung zwischen dem Neubau und dem Altbau errichtet werden.

Für knapp 60 Mitarbeiter ist Thomas Busch der Chef. Der 51-Jährige ist stolz darauf, dass sich die Firma seit der Gründung durch seinen Großvater Willy Busch so entwickelt hat. Genau vor zehn Jahren hat der Enkel die Firmenleitung aus den Händen seines Vaters Hans-Eberhard Busch übernommen. Der hat sich dann im Jahr 2012 aus der Firma zurückgezogen und ist in den Ruhestand gegangen. „Mein persönliches Jubiläum, das zehnjährige, habe ich gleich mitgefeiert zum 70. der Firma“, erzählt der Chef und denkt zurück an die Entwicklung des Familienunternehmens, das von der Gründung an immer ein Privatbetrieb geblieben ist. Während Großvater Willy seinerzeit noch mit dem Handwagen zu den Kunden fuhr, sind jetzt Autos mit der Firmenaufschrift im ganzen Oberland und darüber hinaus unterwegs. Maleraufträge erledigt die Firma Busch zwischen Zittau und Bautzen sowie zwischen Oybin und Weißwasser. Aber nicht nur Malerarbeiten werden ausgeführt. Die Mitarbeiter realisieren auch Dämmarbeiten, gestalten farbige Dekorationen und verlegen Fußböden aller Art. An der Hochschule in Zittau, im Krankenhaus in Bautzen, an der Schlieben- und der Burgteichschule in Zittau und an vielen Bautzener Schulen zum Beispiel hat die Firma Busch gearbeitet.

Es habe sich viel verändert seit 1990, nicht nur die Zahl der Mitarbeiter ist von einem auf fast 60 erheblich gewachsen, sagt der 51-Jährige. Insgesamt sei es seit der Wende viel mehr Arbeit geworden, die im Malerhandwerk zu tun ist. Die Zahlungsmoral der Kunden habe sich verbessert. „Nur eins ist unverändert: Qualitätsarbeit muss man immer liefern“, betont Thomas Busch. Diesen Anspruch hat er genauso wie sein Vater und sein Großvater.

Als Maler ist der Chef nur noch selten unterwegs. Er hat alle Hände voll zu tun mit der Organisation und Verwaltung des Unternehmens. Busch schafft Aufträge heran, schreibt Angebote und betreut die Baustellen, auf denen seine Mitarbeiter tätig sind. Auf einen Teil an Bürokratie würde Thomas Busch gerne verzichten. „Dabei hilft es uns schon sehr, dass wir in der Berliner Prequalifizierung hinterlegt sind“, sagt der Chef. Das heißt, dass beim Schreiben von Angeboten auf eine ganze Menge Informationen verzichtet werden kann. In Berlin ist eine Nummer hinterlegt, die in den Angeboten angegeben wird. Auftraggeber können sich unter der Nummer im System über die Firma Busch informieren, unter anderem über ihre Zertifizierungen, Spezialkenntnisse und Referenzobjekte. „Das nimmt uns einen Teil der Schreiberei ab“, ist der Malermeister froh. Dennoch kommt er nicht ohne Büroarbeit am Wochenende aus. So bleibt ihm wenig Freizeit. Die Fußballspiele in Ebersbach mit den Alten Herren, die möchte der Malermeister aber nicht missen.