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In Keuern wird erst im Sommer gebaut

Es müssen ein Mischwasserkanal und eine Trinkwasserleitung gebaut werden. Doch ohne Förderung geht es nicht.

© André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Görlitz – Immer eine Reise wert

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Döbeln. Im Dezember hieß es noch, ab März wird Keuern eine Großbaustelle (DA berichtete). Doch nun soll es voraussichtlich Sommer werden, bis die Bagger im Ortsteil anrollen. Dann lässt der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal (AZV das Mischwassersystem erneuern und die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft (DOWW) eine etwa 1 350 Meter lange Trinkwasserleitung verlegen. Auch die Stadt beteiligt sich an dieser großen Baumaßnahme. Sie wird die Straßen, in denen die Leitungen und Kanäle verlegt wurden, sanieren und die Gehwege erneuern.

Bei dem Vorhaben in Keuern handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme von AZV, DOWW und der Stadt Döbeln. Die beiden Versorgungsträger werden anteilig an den Kosten für den Straßenbau beteiligt. Das macht die Straßensanierung für die Kommune günstiger.

„Wir haben jetzt die Voraussetzungen geschaffen, um einen gemeinsamen Förderantrag zu stellen. Gibt es grünes Licht von der Behörde, kann die Ausschreibung erfolgen“, so Stephan Baillieu, Geschäftsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz und des AZV Döbeln-Jahnatal. Er hoffe, dass dann von den Baufirmen Angebote abgegeben werden, die finanziell im vernünftigen Rahmen liegen. Baillieu geht davon aus, dass die Bauarbeiten im Sommer beginnen können.

Damit die Kommune für diese Vorhaben Fördergeld beantragen kann, benötigt sie eine gemeindewirtschaftliche Stellungnahme der Rechtsaufsichtsbehörde des Landsratamtes Mittelsachsen. Diese bekommt die Stadt aber nur, wenn sie nachweisen kann, dass die Finanzierung des Vorhabens finanziell gesichert ist. Immerhin soll das Vorhaben der Stadt insgesamt 726 000 Euro kosten. Gibt es Fördergeld in Höhe von 90 Prozent, muss die Stadt noch 85 000 Euro aufbringen, allerdings fallen in diesem Jahr rund 32 000 Euro und im kommenden 53 000 Euro an. Da der Haushaltplan für 2018 voraussichtlich erst im März beschlossen wird, das Fördergeld aber jetzt beantragt werden muss, haben die Räte bereits zur Sitzung im Februar zugestimmt, das Vorhaben in den Finanzplan aufzunehmen.

Die Baumaßnahme in Keuern ist im Investplan des AZV mit drei Bauabschnitten geplant. Insgesamt werden für die Erneuerung des Mischwassersystems auf knapp 1,3 Kilometern Länge Kanal voraussichtlich mehr als eine Million Euro investiert. Die Trinkwasserleitung wird auf circa 1 350 Metern verlegt und kostet schätzungsweise 345 000 Euro.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Blücherstraße (ab Bäckerei) und den Waldweg. Weitere Bauabschnitte betreffen die Wiesenstraße, Kantstraße, den Dorfweg, die Otto-Rost-Straße und die Bahnquerung bis zur Bäckerei in der Blücherstraße. „Erst wenn der erste Bauabschnitt dem Ende zugeht, wird festgelegt, wann die Arbeiten in den anderen Straßen des Ortes beginnen“, sagt Axel Nixdorf, der die Maßnahme als Projektleiter der Oewa betreut.

Das Ordnungsamt der Stadt Döbeln legt, wenn der Baubeginn genau feststeht, die Straßensperrungen und Umleitungsstrecke fest. Die Bäckerei soll jedoch immer zugänglich bleiben.