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In Sachsen brauchen mehr Eltern einen Kinderzuschlag

In Sachsen steigt die Zahl der Kinder, deren Eltern auf einen Kinderzuschlag angewiesen sind.

Zwickau. In Sachsen steigt die Zahl der Kinder, deren Eltern auf einen Kinderzuschlag angewiesen sind. Ende 2016 betraf das 6 470 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren, im Jahr zuvor waren es 6 142, wie die Linke-Politikerin Sabine Zimmermann am Mittwoch mitteilte. Bundesweit waren im vergangenen Jahr den Angaben zufolge knapp 168 000 Kinder betroffen. Zimmermann - Vize-Fraktionschefin und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag - erfragt solche Daten regelmäßig bei der Bundesagentur für Arbeit.

„Für eines der reichsten Länder der Erde ist es beschämend, dass so viele Kinder von Armut betroffen sind. Statt unbeschwert aufwachsen zu können, lernen sie Entbehrungen kennen“, kommentierte sie den Anstieg der Zahlen. Die Bundesregierung sei vier Jahre untätig geblieben und habe nichts dagegen unternommen. Ein umfassendes Konzept zur Bekämpfung von Kinderarmut sei längst überfällig. Insbesondere gehe es aber auch um gute Arbeit für die Eltern der Kinder.

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Der Kinderzuschlag ist eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für erwerbstätige Eltern, deren Einkommen nicht ausreicht, um auch den Unterhalt ihrer Kinder ausreichend zu sichern. Er beläuft sich auf maximal 170 Euro und wird zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. (dpa)