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Sachsen

In Sachsen brennen seltener Häuser

In den anderen ostdeutschen Bundesländern muss die Feuerwehr öfter zu Hausbränden ausrücken als im Freistaat. Warum ist das so?

© Julian Stähle/dpa (Symbolfoto)

Berlin. Die Gefahr eines Haus- oder Wohnungsbrandes ist in Sachsen geringer als in den anderen ostdeutschen Ländern. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin am Montag mitteilte, lag der sogenannte Index für Feuerschäden allein in den drei sächsischen Regierungsbezirken mit Werten von 91 (Leipzig), 93 (Chemnitz) und 95 (Dresden) unter dem Bundesdurchschnitt von 100.

Den Index hat der Verband anhand von Schadensaufwand und Versicherungssumme 2018 ermittelt. Sachsen-Anhalt (102) sowie Brandenburg, Thüringen (je 105) und Berlin (108) lagen darüber. Der Index wurde erstmals auch für einzelne Regionen herausgegeben.

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Der schlechteste Wert mit einem Index von 147 wurde für Schleswig-Holstein ermittelt. Es folgten Mecklenburg-Vorpommern (135) und Lüneburg (132). Am besten schnitten Oberbayern (71), Schwaben (74) und Mittelfranken (78) ab.

Während im Norden die Feuergefahr am höchsten sei, geht das Risiko nach Süden hin deutlich zurück, hieß es. "Während im Norden Brandstiftungen eine größere Rolle spielen, bereiten Blitz- und Überspannungsschäden im Süden Probleme", sagte der Leiter Sach- und Technische Versicherung, Schadenverhütung und Statistik beim GDV, Oliver Hauner.

Jährlich zählten die Wohngebäudeversicherer deutschlandweit rund 200 000 Feuerschäden, hieß es. Etwa alle drei Minuten käme es damit zu einer Schadenmeldung. Die Kosten summierten sich 2018 nach vorläufigen Schätzungen auf rund 1,2 Milliarden Euro, ein Anstieg um 150 Millionen Euro im Vergleich zu 2017. (dpa)

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