Teilen: merken

„In Sebnitz ist gefühlt immer Winter“

Sebnitz empfängt Bannewitz – wo genau, ist aber noch unklar. Wesenitztal will nach dem ersten Auswärtssieg nachlegen.

© Archivfoto: Steffen Unger

Von Jürgen Schwarz

Sebnitz. In der Fußball-Landesklasse Mitte wird am Wochenende der 16. Spieltag ausgetragen. Germania Mittweida (36 Punkte) und der BSC Freiberg (31) führen die Tabelle an und sollten den Titel unter sich ausmachen. Der Tabellendritte Sebnitz rangiert nach der 0:2-Niederlage in Freiberg bereits acht Zähler hinter Mittweida.

Symbolbild Anzeige
Anzeige

Das Phantom der Oper

Der Musical-Erfolg mit Weltstar Deborah Sasson und Musical Star Uwe Kröger sowie Axel Olzinger (Phantom) und mit ...

Am Sonnabend erwarten die Sebnitzer im heimischen Waldstadion den SV Bannewitz (6.), der vier Punkte weniger auf dem Konto hat und vor einer Woche zu Hause gegen Mittweida mit 0:2 unterlag. Insgesamt drei Foulelfmeter bekam der Tabellenführer zugesprochen, zwei wurden verwandelt. SVB-Coach Jens Hieckmann: „Den ersten Strafstoß hat unser Torwart Patrick Richter hervorragend pariert. Mit dem zweiten Elfmeter, der unberechtigt war, ging Mittweida in Führung. Eine für uns sehr ärgerliche Situation, denn wir spielten da auf Augenhöhe und hatten uns durchaus etwas ausgerechnet.“

In der Kunstblumenstadt wollen die Bannewitzer an ihre spielerisch starke Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen. „Dort haben wir ganz schlecht ausgesehen“, erinnert sich Sebnitz-Coach Uwe Rahle an die 0:2-Niederlage. Markus Stephan und Jakob Schulz hatten im zweiten Abschnitt getroffen. „Wir wollen aber oben dranbleiben und da ist ein Heimsieg Pflicht“, so Rahle.

Personell sieht es beim BSV immer noch kritisch aus. Vier Spieler sind erkrankt bzw. verletzt, „einer der Jungs ist noch im Urlaub“. Für Jens Hieckmann steht fest: „Uns erwartet in Sebnitz eine sehr erfahrene Mannschaft, mit guten Einzelspielern, die mit allen Wassern gewaschen sind. Es ist sicher eines der eher unangenehmen Auswärtsspiele, weil in Sebnitz gefühlt immer Winter ist. Aber trotzdem, ich sehe schon Chancen, dass wir dort etwas holen können.“

Möglicherweise wird die Partie nach Langburkersdorf verlegt, „da Schneefall angekündigt ist“, so Rahle. Die endgültige Entscheidung soll am Freitag fallen.

Der SV Wesenitztal (11.) will eine Woche nach seinem ersten Auswärtssieg der Saison (2:1 in Frankenberg) beim Gastspiel in Coswig scharf nachlegen. Die Gastgeber, mit nur acht Zählern Tabellenletzter im 14er-Feld, kassierten zuletzt eine 2:7-Niederlage in Wilsdruff.

Beim Hinspiel hatte der SVW nach Toren von Peter Werner (2), Maik Kühn (2) und Rico Rudolph mit 5:2 gewonnen. Trainer Christoph Egerer hatte im SZ-Interview nach der Hinrunde hellseherische Fähigkeiten bewiesen: „Eine richtige Erklärung, warum wir auswärts nicht erfolgreich waren, gab es nicht. Sicher waren wir unter unseren Möglichkeiten geblieben. Dazu kam auch noch das Pech hinzu, das wir zwei Spiele kurz vor Schluss aus der Hand gegeben haben. Aber jede Serie reißt auch mal ab. Wir sind der festen Überzeugung, dass es im ersten Auswärtsspiel nach der Winterpause am 11. März in Frankenberg passieren wird.“

Nun darf man gespannt sein, ob er und sein Trainer-Kollege Wieland Steps auch für das Gastspiel in Coswig die taktisch richtige Marschroute für die Spieler um Kapitän Maik Kühn auswählen wird. „Trotz des Fehlens von elf Spielern in Frankenberg haben wir ein taktisch sehr diszipliniertes Spiel geliefert. Die Mannschaft hat mit Leidenschaft gekämpft. Diese wichtigen drei geholten Punkte wollen wir nun natürlich in Coswig veredeln.“