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Dresden wächst

Dresdens Bevölkerungszahl ist 2017 um 4 000 gestiegen. Wie sich die Viertel entwickeln, zeigt der Demografiemonitor.

© Sandro Rahrisch

Von Klemens Deider

Mehr Geburten als Gestorbene, mehr Bürger, mehr Ehen: Die Zahl der Dresdner Bürger wächst. Dieser Trend zeigt sich in vielen Stadtteilen. Die Kommunale Statistikstelle hat jetzt die Daten der Online-Anwendung „Demografiemonitor“ aktualisiert. Stadtteilbezogene Daten sind für das Jahr 2017 verfügbar. Die Zahlen reichen teilweise bis 2000 zurück.

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Am 31. Dezember 2017 hatte Dresden 557 098 Einwohner, 4 062 oder 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In 42 der 61 Stadtteile lebten Ende 2017 mehr Einwohner als Ende 2016. Die Viertel mit den höchsten relativen Zuwächsen sind Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt-West (5,3 Prozent), Albertstadt (5,1 Prozent), Südvorstadt-Ost (4,3 Prozent), Striesen-Süd (4,2 Prozent) und Coschütz/Gittersee (4,1 Prozent). Abgesehen von Coschütz/Gittersee wurde in diesen Stadtteilen in den vergangenen zwei Jahren viel gebaut.

In Dresden gab es 301 418 private Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,8 Personen je Haushalt. Obwohl Einpersonenhaushalte die Haushaltestruktur dominieren, zeigt sich, dass 71,4 Prozent der Dresdner in Mehrpersonenhaushalten leben, wobei Heime nicht berücksichtigt werden. Singles sind somit eine Minderheit in der Dresdner Bevölkerung.

Scheidungen nach der Silberhochzeit

Im elften Jahr in Folge wurden wieder mehr Dresdner geboren, als Einwohner der Stadt verstorben sind. Der sogenannte Geburtenüberschuss beträgt exakt 1 332. 2 477 Ehen wurden geschlossen, das sind die meisten seit 1991. 825 Ehen wurden geschieden, mehr als jedes fünfte Paar hatte dabei schon die Silberhochzeit hinter sich.

Der Wanderungszuwachs konzentrierte sich auf junge Erwachsene (18- bis 24-Jährige), während Familien mit Kindern, insbesondere Vorschulkindern, mehr fort- als zuzogen. Durch Umzüge innerhalb der Stadt gewannen die Stadtteile Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt West und Striesen-Süd über 200 Einwohner. Während der Stadtteil Johannstadt-Nord einen Sterbeüberschuss von 171 hatte, gab es in der Äußeren Neustadt und in Striesen-Süd jeweils einen Geburtenüberschuss von 199.