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Industrieflächen in Reick werden saniert

An der Gasanstaltstraße wird Boden mit Schadstoffen entsorgt. Dafür gibt es Geld vom Freistaat.

© Symbolfoto: Robert Michael

Von Nora Domschke

Bis heute schlummern Schadstoffe im Boden der Landeshauptstadt. Belastet sind vor allem Flächen, auf denen früher Fabrikhallen standen. Eines dieser Grundstücke befindet sich im Stadtteil Reick an der Gasanstaltstraße. Eigentlich sollte dort längst der Bau eines neuen Produktionsgebäudes der Firma Topas GmbH starten. Bei den ersten Arbeiten wurde nun deutlich, dass das Erdreich verunreinigt und vor den Bauarbeiten zunächst saniert werden muss. Dafür bekommt das Dresdner Unternehmen Fördermittel vom Freistaat. Insgesamt kostet die fachgerechte Entsorgung des belasteten Materials rund 350 000 Euro, 80 Prozent davon übernimmt das Land. Das teilt Holm Felber, Sprecher der Landesdirektion Sachsen, mit. Der Freistaat nutzt dafür wiederum Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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Grund für die Schadstoffbelastung des Bodens ist die frühere Nutzung des Areals für die Asphalt- und Bitumenproduktion. Auf dem Gelände des ehemaligen Dico-Werkes waren von 1926 bis 2006 verschiedene Betriebe ansässig. Bei den Arbeiten wurden nun überraschenderweise Bruchstücke von altem Straßenbelag gefunden. Weil diese teerhaltig sind, müssen sie nun entsorgt werden. Das Material überschreitet den zulässigen Gehalt an einem bestimmten Kohlenwasserstoff. Im Bereich der Baugrube wurde zudem Ölschlamm entdeckt. Damit das Grundwasser nicht verunreinigt wird, übernehmen Experten die Entsorgung. Anschließend wird die Fläche mit neuem Bodenmaterial aufgefüllt. Die Sanierung des Untergrundes soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.