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Industriepark ist gegründet

Pirna, Heidenau und Dohna haben jetzt einen gemeinsamen Zweckverband. Das macht einiges einfacher.

© Fotos: D. Förster (2), D. Schäfer

Von Domokos Szabó

Pirna. Jetzt gibt es für die Nachbarstädte Pirna, Heidenau und Dohna kein Zurück mehr. Seit Mittwochabend sind die Rathausspitzen in einem Zweckverband miteinander verbunden, um die Planung eines riesigen Industrieparks entlang des Pirnaer Autobahnzubringers voranzutreiben.

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Die Verbandsversammlung hat sich im Pirnaer Rathaus konstituiert und ist damit arbeitsfähig. Geführt wird der Zweckverband von Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Er sagte: „Seit anderthalb Jahren entwickeln wir diesen Plan. Jetzt kann die Geschichte einen neuen Schwung bekommen.“ Gemeint war damit, dass nunmehr die Beschlüsse nicht mehr von allen drei Stadträten – und das auch noch wortgleich – gefasst werden müssen. Vielmehr kann der Zweckverband eigene Entscheidungen treffen und zum Beispiel Fördermittel beantragen.

Eine Weichenstellung folgte auf dem Fuß: Der Zweckverband hat beschlossen, für das 140 Hektar große Gebiet einen Bebauungsplan aufzustellen. Sogleich wurde auch eine Veränderungssperre für das Areal verhängt, sodass nichts mehr gebaut werden kann, was den Industriepark später negativ beeinflussen könnte. Ohnehin handelt es sich bei den Flächen zumeist um Ackerland.

Mit neuem Schwung ist auch die Unterstützung gemeint, die der Dreier-Bund von Dresden bekommt. Aus dem dortigen Amt für Wirtschaftsförderung heißt es: „Die geplante Entwicklung des Industrieparks Oberelbe wird durch die Landeshauptstadt Dresden begrüßt. Gerade für mögliche Großansiedlungen stehen im Stadtgebiet von Dresden nahezu keine ausreichend großen Gewerbeflächen zur Verfügung.“ Vorgesehen ist eine Kooperation bei der Vermarktung der Flächen, möglicherweise sogar ein Beitritt zum Zweckverband.

Uwe Kuhlmann vom Architektur- und Ingenieurbüro Kasparetz-Kuhlmann sagte, dass als Nächstes ein städtebaulicher Rahmenplan und ein Realisierungskonzept erstellt werden. Im kommenden Jahr sollen die Fördermittel beantragt werden, sodass spätestens 2020 der erste Spatenstich für den Bau gesetzt werden kann. 2021/22 könnten sich Unternehmen im IPO ansiedeln. Eine 50 Hektar große Fläche ist für eine Großansiedlung vorgesehen, für die aber noch kein Investor feststeht. Die drei Städte hoffen auf 3 000 neue Arbeitsplätze, die mit dem IPO entstehen könnten.