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Infinus-Immobilien bringen 48 Millionen Euro

Der Verkauf von Immobilien der zusammengebrochenen Dresdner Infinus-Gruppe hat mehr als 48 Millionen Euro eingebracht - rund 10 Millionen mehr als erwartet.

© Prosavus

Dresden. Der Verkauf von Immobilien der zusammengebrochenen Dresdner Infinus-Gruppe hat mehr als 48 Millionen Euro eingebracht - rund 10 Millionen mehr als erwartet. Der Insolvenzverwalter der Prosavus AG, Frank-Rüdiger Scheffler, sprach am Montag in Dresden von einem „Meilenstein des Verfahrens“ und einer großen Bedeutung für die rund 12.000 Gläubiger. Rund 16 Millionen Euro aus den Immobilienverkäufen fließen in die Insolvenzmasse, aus der auch die Gläubiger bedient werden. Etwa 32 Millionen Euro gehen an die Banken.

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Diese Objekte wurden verkauft

Das Bieterverfahren für 36 Objekte, darunter Villen und Geschäftshäuser in bester Lage, hatte Ende April begonnen. Anfang Oktober wurden die Immobilien in drei Losen an die Bieter vergeben. Zu den neuen Besitzern zählt auch eine börsennotierte deutsche Wohnungsgesellschaft. Laut Scheffler stießen die Immobilien deutschlandweit auf große Nachfrage, 185 Interessenten hatten sich gemeldet. Die Prosavus AG hält das Gros der Immobilien der Infinus-Gruppe, die Forderungen der Anleger belaufen sich allein bei der Prosavus AG und ihren Tochterfirmen auf rund 240 Millionen Euro.

Fast alle Firmen des Dresdner Finanzkonzerns sind mittlerweile insolvent, gegen damalige Manager wird wegen Betrugs ermittelt. Sie sollen ein betrügerisches Schneeballsystem betrieben und Zehntausende Anleger um mindestens 391 Millionen Euro betrogen haben. (dpa)