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Leben und Stil

Appetit auf Insektenburger?

Seit dieser Woche gibt es Grillfleisch aus gemahlenen Würmern bei Kaufland. Angepriesen werden sie als gesund und umweltschonend – doch sind sie auch lecker?

Die bei Kaufland erhältlichen Burger-Patties gibt es in den Geschmacksrichtungen Tex Mex und Reis. © Kaufland

Dresden. Muscheln, Froschschenkel und Schnecken sind nicht jedermanns Ding, trotzdem gelten sie als Delikatessen. Bei Insekten läuft hingegen wohl kaum jemanden das Wasser im Mund zusammen. Dabei gelten die kleinen Tiere als umweltschonende Proteinlieferanten, voll mit Mineralien und Vitaminen. In vielen Teilen der Welt werden bereits Insekten konsumiert, von bis zu zwei Milliarden Menschen, wie die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen festgestellt hat. 

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In Deutschland gibt es mittlerweile die ersten Lebensmittel im Supermarkt, die aus gezüchteten Insekten hergestellt wurden. Seit Mitte 2018 verkauft Rewe den ersten Insektenburger in ausgewählten Filialen. Und seit dieser Woche liegen auch bei der Handelskette Kaufland Grillfleisch-Scheiben im Kühlregal. Nudeln und Müsli aus Insekten sollen in den kommenden Tagen folgen.

"Die Insektenburger sind reich an gesundheitsförderlichen ungesättigten Fettsäuren und eine gute Quelle für Omega-3 Fettsäuren", bewirbt das Unternehmen in der Pressemitteilung sein neues Produkt. Hergestellt werden die Burger-Patties von dem deutschen Unternehmen Bold Foods mit Sitz in Bremen. Die bei Kaufland erhältlichen Burger-Patties gibt es in den Geschmacksrichtungen Tex Mex und Reis.

Und das ist drin:

Ungesättige Fettsäuren, schön und gut, doch welche Tiere stecken nun im Insektenburger? "Sie enthalten einen Anteil an Buffalowürmern von über 30 Prozent in Form eines Proteinpulvers", sagt Kaufland. Buffalowurm, das ist der etwas appetitlichere Name des "Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers“. So sehen die Krabbeltiere aus:

Getrocknete Larven eines Getreideschimmelkäfers (Alphitobius diaperinus), auch Buffalowurm genannt. © Marijan Murat/dpa

Verarbeitet werden die Larven des Käfers, die Mehlwürmern ähneln. Laut Supermarkt stammen die Tiere aus einer Zucht in den Niederlanden. Im Vergleich zu Rind, Schwein und Huhn sei diese weniger umweltschädlich. "Bei der Produktion des Buffalowurms wird 93 Prozent weniger Treibhausgas ausgestoßen und 73 Prozent weniger Wasser verbraucht als bei der Produktion eines Kilos Rindfleisch", schreibt Kaufland.

Günstig sind die Burger-Patties deshalb nicht. Die 200-Gramm-Packung gibt es für 5,49 Euro.

Auf der Video-Plattform Youtube haben bereits einige Nutzer den Insektenburger-Selbsttest gewagt. Ihr Fazit: Der Patty schmeckt nicht nach Wurm, sondern eher neutral. Einzig die Gewürze bringen den Geschmack. Mit einem Rinder-Burger könne man die Krabbeltier-Variante nicht vergleichen - schlecht sei sie deshalb aber nicht.