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Inselfest trotz gestiegener Kosten?

Das Laubegaster Straßenfest soll es auch 2018 wieder geben. Ohne finanzielle Unterstützung wird das wohl nicht gehen.

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Von Nora Domschke

Zu dieser Sitzung des Inselfestvereins hat Schatzmeister Kai Altmann keine guten Neuigkeiten zu verkünden. Die große Frage steht im kleinen Büro an der Troppauer Straße im Herzen Laubegasts: Wird es im nächsten Jahr wieder ein Inselfest geben? Denn die finanziellen Rücklagen des Vereins sind aufgebraucht. Dabei lief die diesjährige Ausgabe des Stadtteilfestes in der zweiten Augustwoche eigentlich ganz gut. Bis auf den regnerischen Freitag spielte das Wetter mit, gut 10 000 Besucher strömten an den drei Tagen über das Festgelände am Laubegaster Ufer, verfolgten das Musikprogramm auf den vier Bühnen.

Grund für den Engpass sind die gestiegenen Kosten, erklärt Kai Altmann. So seien die Ausgaben für die Strom- und Wasserversorgung höher als in den vergangenen Jahren, ebenso wie die Ausgaben für die technische Vorbereitung des Festes, die Müllentsorgung oder etwa auch die Kehrmaschine, die am Montag nach dem Fest das Laubegaster Ufer reinigt.

Der Verein sucht nun nach einer Lösung, wie es 2018 weitergehen könnte. Wenn es sich vermeiden lässt, soll der Eintrittspreis nicht steigen. „Wir wollen die gestiegenen Kosten nicht auf die Gäste abwälzen“, so Altmann. Der Preis für das Wochenendticket liegt seit Jahren bei sieben Euro im Vorverkauf, auch der Familiensonntag soll mit vier Euro erschwinglich bleiben. Kinder bis 15 Jahre zahlen ohnehin keinen Eintritt. „Auch das soll so bleiben.“ Um dem Fest dennoch eine stabile finanzielle Grundlage zu geben, wäre ein Sponsor denkbar. Zudem soll es die Möglichkeit geben, den Verein mit einer Fördermitgliedschaft zu unterstützen.

Wer stattdessen lieber tatkräftige Hilfe leisten will, kann das ebenfalls tun. Der Verein unterstützt viele Projekte im Stadtteil, bislang ist etwa die Laubegaster Bank entstanden. Eine weitere Bank ist geplant.

Infos und Kontakt: www.inselfest-laubegast.de