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Arbeit und Bildung

Intelligente Geschäftsideen aus der Krise

Der Virus verursachte inzwischen eine globale wirtschaftliche Krise, die nicht nur das Leben der Menschen einschränkt, sondern auch das Konsumverhalten der Bevölkerung stark veränderte.

© Orna Wachmann

Doch in jeder Krise entstehen auch Ideen, mit denen man scheinbar hoffnungslose Probleme wie die Ausbreitung des Covid-19-Virus überwinden und in der Pandemiezeit wirtschaftlich weiter agieren kann. Diese Wirtschaftsalternativen bleiben auch in Zukunft, in der weitere Krisen nicht ausgeschlossen sind, nützliche Geschäftsideen und ökonomische Nischenfüller, die das Business auch in harten Zeiten am Laufen halten. Hier nur einige Geschäftsmöglichkeiten, die trotz Pandemiekrisen funktionieren.

Online-Entertainment: Die Unterhaltung des Verbrauchers im Internet

Viele Orte der Freizeitgestaltung wie Kinos, Bars, Schwimmbäder, Museen oder Theater werden während eine Lockdowns geschlossen oder der Besuch wird zumindest stark eingeschränkt. Alternativen wie Autokinos sind aber nur für wenige Menschen eine Möglichkeit, klassische Kinos oder Konzerte in alter Freiheit zu genießen. Tatsächlich hat sich das Entertainment während des Lockdowns immer mehr ins Internet verlagert. Streaming-Dienste wie beispielsweise Netflix, die bereits vor der Krise sehr gefragt beim Konsumenten waren, boomten bei der Ausgangssperre noch stärker. Auch soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram wurden stärker genutzt. Persönliche Erlebnisse werden in der Social-Distancing-Phase geshared, geliked und upgeloaded. Auf diese Weise haben auch Risikogruppen oder Menschen in Quarantäne die Möglichkeit am sozialen Leben teilzunehmen.

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Lebensmittel-Lieferdienste: Die Alternative zum Einkauf im Supermarkt

Ob Pizza, Pasta oder Salate, auch Lieferdienste hatten vor Krise gut zu tun, um die Besteller mit den Lieblingsspeisen zu versorgen. Ausgangssperren sorgten aber auch für einen Anstieg der Lieferbestellungen. Dabei sind nicht nur Lieferdienste für Fertiggerichte sehr gefragt, auch normale Lebensmittelketten satteln auf den Onlineversand von Lebensmitteln um. Ganz ohne Mundschutz und Desinfektion können Verbraucher bequem 24 Stunden am Tag vor dem Bildschirm ihren Einkauf tätigen und bekommen in vielen Fällen die Produkte sogar am selben Tag geliefert. Die Tüten mit den Produkten werden kontaktlos vor die Haustür gestellt und Konsumenten können die Waren kontaktlos online bezahlen. Besonders Risikogruppen, die an einem öffentlichen Ort wie einem Supermarkt gefährdet sind, können mit einem Lieferdienst in der Krise mit Lebensmitteln versorgt werden.

Das Home Office

Durch die Corona-Krise wurden viele Unternehmen dazu ermutigt, die Arbeit in das Home Office zu verlegen. Für die Unternehmen, deren Dienstleistung diese neue Arbeitsform erlaubt, ist das Home Office natürlich eine sehr gute Möglichkeit, um die Arbeitsverfahren so gut es geht am Laufen zu halten.

Durch die Regeln für das Social-Distancing war diese Entscheidung meist aber auch notgedrungen. Da diese Arbeitsweise für die Großzahl der Unternehmen eine Neuheit ist, war sie natürlich auch mit einer dementsprechenden Furcht vor dem Ungewissen verbunden. Jedoch ist die momentan bewegte Zeit auch mit einer Reihe von wertvollen Erkenntnissen verbunden.

Viele Unternehmen wissen nun nämlich, dass sie auch in Krisenzeiten agil genug sind, um neue Wege zu gehen und sich Einflüssen von außen anpassen zu können. Eine Möglichkeit, solch eine Arbeitsweise zu initiieren, besteht darin, sich an eine sogenannte Professional Employer Organization (PEO) zu wenden, wie beispielsweise New Horizons Global Partners. In diesem Fall handelt es sich um einen Dienstleister, der auf den asiatischen Markt fokussiert ist und andere Unternehmen bei einer Reihe von Aufgaben unterstützt, sei es die Unternehmensgründung in China, das Anwerben von chinesischen Arbeitskräften oder die Etablierung eines Joint-Venture auf dem chinesischen Markt.

Es gibt heutzutage also viele Möglichkeiten, neue Arbeitskräfte in den eigenen Betrieb zu integrieren oder bestehende Arbeitskräfte auszulagern, was zur Folge hat, dass Unternehmen widerstandsfähiger werden und vermeintlich besser aufgestellt sind, um zukünftige Krisen zu überstehen.

Online-Spiele und Livestreaming: Vergnügen und Information per Mausklick

Die Pandemie trifft nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche werden während eines Lockdowns eingeschränkt. Wenn Freizeitparks und Kinos ihre Pforten schließen, verläuft der Gang ins Internet. Online-Spiele sind in Kinderzimmer während der Krise der Renner, um die Zeit zuhause zu überbrücken, besonders wenn auch Schulen zeitweise geschlossen sind. Auch in den Ferien während eines Reiseverbotes, gewinnen Online-Spiele immer mehr an Bedeutung und bringen junge Menschen beim Gaming ganz ohne Direktkontakt zusammen. Auch Livestreamings von Radios oder Plattformen wie YouTube liegen als Unterhaltungsmöglichkeit sehr weit vorne. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen ihren eigenen Kanal bei Videoplattformen eröffnen, um aus ihrem Leben zu berichten. Livestreamings sind aber auch eine wichtige Informationsquelle neben dem Fernsehen geworden, das die Bevölkerung mit aktuellen Nachrichten (nicht nur über Covid-19) versorgt. Freilich sind Fakenews damit zu einem unerwünschten Nebenprodukt geworden, so dass man als Verbraucher genau auf die Streaming-Inhalte schauen sollte.

Online-Lernplattformen: Die Schule wird digital

In Deutschland wurden während der Pandemie viele Schulen geschlossen und der Unterricht wurde, wenn überhaupt nur für Abschlussklassen zugelassen. Dies gilt nicht nur für Grundschulen und weiterführende Schulen, auch Berufsschulen sind von den Schließungen betroffen. Lehrer und Schulleiter müssen dabei in der Krise umdenken und neue Lernwege außerhalb des Klassenzimmers schaffen. Deshalb haben Online-Lernplattformen in der Quarantänezeit zugenommen, auf denen sich Lehrer und Schüler gemeinsam über den Unterrichtsstoff austauschen können. Auf den E-Learning-Seiten können die Schüler nicht nur ihre Hausaufgaben hochladen, sondern bekommen auch in kürzester Zeit ein Feedback von den Pädagogen zugesendet. Grundschüler können durch Lernspiele online zur Bearbeitung des Lernstoffs animiert werden und lernen so auf spielerische Weise Rechnen, Schreiben und Fremdsprachen. Natürlich ist das E-Learning keine Dauerlösung, da damit soziale Kontakte eingeschränkt werden und das persönliche Eingehen des Lehrers auf den Schüler nur per Webcam möglich bleibt. Aber auch Eltern müssen mit der neuen Lernsituation umgehen und ihrem Nachwuchs verstärkt bei den Hausaufgaben helfen.

In jeder Krise steckt auch eine wirtschaftliche Chance, die man ergreifen sollte, damit das Business am Laufen bleibt. Natürlich lassen sich nicht alle wirtschaftlichen Bereiche aufrechterhalten und viele Unternehmen haben unter den Folgen von Covid-19 stark zu leiden. Durch passende ökonomische Alternativen können jedoch neue Marktplätze, besonders in der digitalen Welt erschlossen werden. Ob China, USA oder Deutschland, Marktführer müssen in Zukunft umdenken und anfangen neue Wege zu finden, die in zukünftigen Krisenzeiten eine "kontaktlose Wirtschaft" ermöglichen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteurin M-K Konrad.

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