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Bautzen

Interkulturelle Wochen gegen den Hass

Zum zehnten Mal nimmt Bautzen an der Veranstaltung teil. Das Programm beginnt in diesem Jahr mit einem besonderen Fest.

Auf dem Burghof und dem Burgtheater Bautzen startet die Interkulturelle Woche.
Auf dem Burghof und dem Burgtheater Bautzen startet die Interkulturelle Woche. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Mit einem Begegnungsfest starten am 22. September die Interkulturellen Wochen im Kreis Bautzen. Jedes Jahr findet jährlich die ursprünglich von der Initiative der Deutschen Bischofskonferenz ins Leben gerufene Aktionswoche gegen Hass und für Vielfalt statt. Insgesamt 49 Veranstaltungen wird es in diesem Jahr im Landkreis Bautzen geben, 30 Veranstalter nehmen teil. Statt nur eine Woche dauert das Fest hier zwei Wochen.

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Das Programm des neu ins Leben gerufenen Begegnungsfestes startet am 22. September um zehn Uhr auf dem Burghof und im Burgtheater in Bautzen. „Es geht darum, dass Leute Interkulturalität erfahren, ohne überfordert zu sein“, erklärt Organisatorin Linh Ngoc Nguyen. „Durch die Aktivitäten sollen die Leute feststellen, ob das Gegenüber anders ist – oder eben nicht.“ So tritt zum Beispiel um zehn Uhr der Deutsch-Russische Chor vom Verein Leuchtturm Majak auf. Um elf Uhr tanzt eine syrische Gruppe, um 12.30 Uhr präsentiert sich die Sorbische Tanz- und Trachtengruppe Bröthen. Das Thespis Zentrum zeigt um 13.15 Uhr das Theaterstück „Prinzessin Sharifa“, um 14 Uhr tritt das Rap-Duo „Lumaraa und Der Asiate“ auf und setzt sich gegen Mobbing ein.

In Bautzen gibt es anlässlich der Interkulturellen Wochen zum Beispiel am 27. September einen Kinoabend zu dem Thema „Fluch(t) oder Segen“. Am selben Tag und tags darauf können Mode-Interessierte im Kornmarkt-Center bei einer Modenschau alles über die Kleidung anderer Kulturen lernen. Und bei dem Puppentheater „Warten in Godow“ im Deutsch-Sorbischen Volkstheater geht es um die Bewohner einer Ostsee-Insel, die eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen sollen. „Wir wollen den Leuten zeigen, wie sie friedlich und ohne Hass miteinander umgehen können“, sagt Jana Sende vom Sachgebiet Integration des Landratsamtes Bautzen. Ausländische Personen wollen sich als Gastgeber zeigen – es ginge auch darum, deutlich zu machen, dass Angst unnötig sei.

Infos: www.landkreis-bautzen.de/ikw