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Internationales Achter-Rennen auf der Elbe

Der 2. TK Rowing Cup wird erneut ins Stadtfest integriert. Das Interesse an der Regatta wächst und reicht bis China.

© dpa

Von Alexander Hiller

Das kann nur aus dem Munde eines Mannes kommen. „Wir können immer“, sagt Lars Krisch. Gemeint ist Rudern und das in Anspielung auf den gefühlt täglich sinkenden Pegel der Elbe. Der Ex-Weltmeister hat dem Dresdner Stadtfest im letzten Jahr erstmals einen neuen Programmpunkt beschert. Mit seiner Idee, ein Achter-Rennen auf dem Fluss zu initiieren.

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Nun ist das ungewöhnliche Großboot-Rennen in zweiter Auflage fester Bestandteil der Stadtparty vom 17. bis 19. August. Und das Dresdner Ruderangebot erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bei der Premiere wurden sechs Achter zu Wasser gelassen, diesmal werden es neun sein. Kurzfristig sagte der Sydney University Rowing Club aus organisatorischen Gründen ab, sonst wäre die Anzahl zweistellig und der Wettbewerb internationaler geworden.

Exotisch mutet die Starterliste auch ohne die Australier an, denn Krisch und seinen Mitstreitern ist es gelungen, eine Besatzung aus der chinesischen Partnerstadt Hangzhou an die Elbe zu locken. „Der Kontakt ist über das Partnerstädtebüro von Dresden zustande gekommen. Die Chinesen wollten schon letztes Jahr kommen, da war aber der Zeitabstand zwischen Einladung und Termin zu kurz“, sagt Krisch. „Die Kommunikation wurde uns erheblich dadurch erleichtert, dass bei den Kollegen aus Hangzhou ein Student aus Berlin mit im Boot sitzt“, sagt er. Das Starterfeld wird komplettiert durch zwei Boote aus St. Petersburg, je einer Crew aus Hamburg und Coventry sowie je einem Achter aus Breslau und Eindhoven. Titelverteidiger USV TU Dresden bringt eine Mannschaft an den Start und bildet zudem mit Startern aus Skopje eine gemischte Besatzung.

„Das derzeitige Niedrigwasser der Elbe spielt für uns keine Rolle, in der Fahrrinne ist für uns Ruderer immer Platz“, unterstreicht Krisch seine eingangs erwähnten Worte. Die Startreihenfolge in versetzter Formel-1-Formation für das Rennen am Sonntag wird am Sonnabend auf dem Theaterplatz mit einer Qualifikation auf dem Ergometer ermittelt. Aus Fehlern der Premiere hat das Team um Lars Krisch gelernt. „Wir hatten da eine Zeitplanverzögerung von knapp 15 Minuten, weil wir die Boote falsch eingeschwommen haben. Außerdem werden wir das Rennen für den Livestream nicht von einem Motorboot, sondern von einem Katamaran begleiten lassen“, sagt er. Das Motorschiff hatte zu starken Wellengang produziert.