merken
Leipzig

Investitionsstau in Leipzig teils aufgelöst

Noch im Herbst 2018 stand der neue Doppelhaushalt völlig auf der Kippe. Obwohl die Landesdirektion jetzt zugestimmt hat,  kommen schwere Zeiten auf die Messestadt zu. 

Symbolbild.
Symbolbild. © Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpa

Leipzig. Die Stadt Leipzig darf Kredite aufnehmen und 2019 und 2020 insgesamt 600 Millionen Euro investieren. Wie die Landesdirektion Sachsen am Donnerstag in Chemnitz mitteilte, wurde der je Jahr fast zwei Milliarden Euro umfassende Doppelhaushalt der Stadt unter Auflagen genehmigt. 

Diesen hatte der Stadtrat am 30. Januar einstimmig beschlossen. Vorausgegangen waren heftige Diskussionen im Herbst. Nach Berichten der Leipziger Volkszeitung ging die Verwaltung noch im September 2018 vom "schwierigsten Haushalt seit Jahren" aus. 

Anzeige
Aus Liebe zur Kerze
Aus Liebe zur Kerze

Vom 15.11.2021 bis 8.1.2022 wird in Riesa wieder Altwachs für den guten Zweck gesammelt!

Grund dafür war eine Deckungslücke von ca. 60 Millionen Euro gewesen. Die Stadt leide unter dem hohen Investitionsdruck, viele bereits länger anstehende Projekte konnten aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht umgesetzt werden, so die LVZ weiter. 

Neben zeitnahen Berichten zum Vollzug des Etats müsse Leipzig wie bereits in den Vorjahren über den konkreten Stand der geplanten Investitionen und der damit verbundenen tatsächlichen Kreditaufnahme Rechenschaft ablegen, hieß es heute von Seiten der sächsischen Landesdirektion. 

Gleichzeitig mahnt die Behörde jedoch auch an, dass die liquiden Mittel der Stadt bis 2023 um etwa die Hälfte abschmelzen werden. Trotz der neuen staatlichen Zuschüsse läge die Neuverschuldung in den kommenden vier Jahren dann bei insgesamt 378 Millionen Euro.   Die Investitionen betreffen vor allem den Schulneubau. (dkr/mit dpa)

Mehr zum Thema Leipzig