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Investor bietet für Palais Riesch

Michael Kimmerle, der am Neumarkt schon den Jüdenhof baut, würde das Grundstück vom Quartier Hoym abkaufen.

© A. Schneider

Von Lars Kühl

Der von der CG-Gruppe vorgelegte moderne Fassadenentwurf für das Palais Riesch an der Rampischen Straße stößt auf breite Ablehnung. Deshalb wird er gerade von neun namhaften Architekturbüros überarbeitet. Das Ergebnis ist völlig offen. „Ich denke, dass es sich bei dem Original um ein schönes Gebäude gehandelt hat, der jetzige Plan wird dem nicht gerecht“, sagt Michael Kimmerle. Der Bauunternehmer baut derzeit am benachbarten Neumarkt das Quartier Jüdenhof auf. Kimmerle hat sich nun entschlossen, an die CG-Gruppe ein Kaufangebot für das Grundstück abzugeben, auf dem das Palais Riesch stand.

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2 000 Euro pro Quadratmeter, der Preis ist verhandelbar. Er liegt deutlich unter dem, den die CG-Gruppe für das gesamte Areal hinter dem Polizeipräsidium bezahlt hatte. „Gegebenenfalls würden wir noch einmal nachbessern. Wenn ein Weg hineinführt, würde ich es gern machen“, erklärt Kimmerle auf SZ-Nachfrage. Wie beim Projekt Jüdenhof würde er besonderen Wert auf historische Fassaden legen. Der Geschäftsmann denkt, das Palais Riesch nach originalem Vorbild aufbauen und nutzen zu können. Die Harmonie-Gesellschaft und das Dresdner Konservatorium hatten hier lange ihr Domizil.

Kimmerle sieht sein Angebot aber nicht als Kampfansage an Christoph Gröner, den Geschäftsführer der CG-Gruppe. Der hatte eine der letzten großen Baulücken am Neumarkt gekauft und will das Quartier mit dem Leitbau Palais Hoym als Ganzes entwickeln. Über die Gestaltung der einzelnen Objekte herrscht Einigkeit, nur das Palais Riesch bleibt Zankapfel. „Uns liegt kein belastbares Angebot vor“, erklärt Bert Wilde, Leiter der Dresdner CG-Niederlassung. Deshalb könne er dazu auch nichts sagen. Im Gestaltungswettbewerb, der noch bis Ende April dauert, werde man weiter versuchen, eine Lösung für die Fassade zu finden, mit der alle zufrieden sind.