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Wieder so wie in guten alten Zeiten

Die Berliner CG-Gruppe will weiter in Dresden bauen. Für die Zukunft wagt sie sogar den Schritt in die Vergangenheit.

© Sven Ellger

Von Lars Kühl

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Dresden. Ein Bauprojekt mit bis zu 1 000 Wohnungen sucht auch in Dresden seinesgleichen. Doch genau das möchte die Berliner CG-Gruppe in den kommenden Jahren hier in Angriff nehmen. Firmengründer Christoph Gröner hat dies kürzlich vor Ort erklärt. Auch, dass rund 300 Unterkünfte davon Sozialwohnungen mit einem Mietpreis von etwa sieben Euro werden könnten.

Wo dieses Mammutvorhaben umgesetzt werden soll, will der Geschäftsmann nicht verraten. Die Tinte unter den Verträgen fehlt noch. Nur so viel, in Zentrumslagen wie bei der Residenz am Postplatz oder dem Quartier Hoym am Neumarkt, wo die CG-Gruppe gerade baut beziehungsweise demnächst damit beginnen will, ist so ein Projekt finanziell nicht zu stemmen. Aber etwas außerhalb soll es funktionieren. Dann, wenn der Großteil einer Fläche mit Wohnungen zu marktüblichen Mietpreisen bebaut ist. Der Rest, etwa ein Drittel, könnte so durch die Erlöse subventioniert werden und benötige keine Fördermittel. Ein Modell, welches die CG-Gruppe in anderen deutschen Städten, wie in Leipzig, bereits praktiziert.

Gröner kann sich vorstellen, mit seinem Bauunternehmen in den kommenden Jahren bis zu einer Milliarde Euro in Dresden zu investieren. Damit will er nicht nur Wohnungen errichten, sondern auch ganze Viertel entwickeln, mit Schulen, Kindertagesstätten, Parkhäusern oder Bauten für Gewerbe und Büros. Dies erinnert etwas an die Praxis zu DDR-Zeiten, als für Wohngebiete genaue infrastrukturelle Vorgaben gemacht wurden.

Und noch eine Idee der CG-Gruppe klingt altbekannt. Das Unternehmen will seine Baukosten senken und plant dafür ein Werk, wo Fertigteile produziert werden. Was sich wie standardisierter Plattenbau á la WBS 70 anhört, soll aber so individualisierbar sein, dass keine Uniformität dabei herauskommt. Dafür hat der Investor zwei Partner und einen Standort gefunden. Nicht in Dresden, sondern für die deutschlandweiten Projekte strategisch günstiger gelegen in Erfurt an einem Autobahnkreuz. Spatenstich für das Werk soll am 1. August sein. Später könnten dort Fachleute in einer Halle Bauteile vorfertigen, ganz unabhängig von den Wettereinflüssen auf einer Baustelle.