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Investor plant Gewerbestandort an der B 175

Das Areal der ehemaligen Mischanlage ist verwildert und vermüllt. Was hier entstehen soll, steht noch nicht fest.

© Archiv/Dietmar Thomas

Hartha/Steina. Auf dem Areal der ehemaligen Mischanlage an der B 175 soll ein neuer Gewerbestandort entstehen. Den entsprechenden Antrag hatten die Eigentümerin der Fläche, die Basalt-Actien-Gesellschaft, gestellt. Die Stadträte stimmten im Oktober der Aufstellung eines Planes für das Areal zu – unter einer Bedingung. Sie wollen ein Mitspracherecht haben, wenn es darum geht, welches Gewerbe sich ansiedelt. Bisher gibt es nach Aussage von Bauamtsleiter Ronald Fischer noch kein konkretes Vorhaben und auch noch keinen Zeitplan, wann der Plan den Räten vorgestellt wird. „Das Planungsbüro des Auftraggebers bereitet die entsprechenden Unterlagen vor“, so Ronald Fischer.

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Das Areal des ehemaligen Mischwerkes an der B 175 ist voll erschlossen und hat eine günstige Verkehrsanbindung – das sind die besten Voraussetzungen, um neues Gewerbe anzusiedeln. Notwendig dafür ist die Aufstellung des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Steina“. Auf die Stadt kommen weder Planungs- noch Erschließungskosten zu. Bei ihr laufen lediglich die Fäden für die Aufstellung des B-Planes zusammen und sie übernimmt zum Beispiel die Anfragen an die Träger öffentlicher Belange, die in ein solches Verfahren einbezogen werden.

Gibt es eine grundsätzliche Zustimmung, kann der B-Plan befürwortet werden. Doch bis dahin ist es ein langer bürokratischer Weg. Die endgültige Entscheidung treffen das Landratsamt Mittelsachsen sowie die Raumordnungsbehörde der Landesdirektion Sachsen. Die Kosten übernimmt die Eigentümerin der Fläche, die Basalt-Actien-Gesellschaft. „Der Eigentümer ist daran interessiert, die Fläche einer gewerblichen Nutzung zuzuführen“, so Fischer.

Lange Zeit war es ruhig um das Areal des ehemaligen Asphaltmischwerkes, das im Jahr 2005 zurückgebaut wurde, weil es keinen Bedarf mehr gab. Als der Vorhabens- und Erschließungsplan „Asphaltmischanlage, Stadt Hartha, Ortsteil Steina“ genehmigt worden sei, habe es auch Verfahrensfehler gegeben. Deshalb und wegen der Nutzungsaufgabe hätte die Stadt den bisher bestehenden Vorhaben- und Erschließungsplan aufheben müssen.

Weil für das gleiche Gebiet nun ein B-Plan aufgestellt werden soll, wird das Aufhebungsverfahren parallel vorgenommen. Der Stadt Hartha war die Anlage schon ein Dorn im Auge. Die Planungshoheit lag jedoch beim Bau Anfang der 1990er Jahre noch bei der damals eigenständigen Gemeinde Steina. Während Hartha Anfang der 1990er Jahre keine Widerspruchsmöglichkeit hatte, gab es diese wegen des Eigentümerwechsels. Und von dieser Möglichkeit machte die Stadt auch Gebrauch. Der Rat stimmte im Mai 2006 einer Stellungnahme zu, in der der Wiederaufbau einer Asphaltmischanlage abgelehnt wurde. (DA/je)