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Politik

Iran: Verhaftungen nach Flugzeugabschuss

Nach dem Abschuss eines Passagierflugzeugs zieht der Iran Konsequenzen. Alle Verantwortlichen sollen zur Rechenschaft gezogen werden.

Das ukrainische Flugzeug war am Tag eines iranischen Luftangriffs auf US-Militärstützpunkte im Irak kurz nach dem Start in Teheran irrtümlich abgeschossen worden.
Das ukrainische Flugzeug war am Tag eines iranischen Luftangriffs auf US-Militärstützpunkte im Irak kurz nach dem Start in Teheran irrtümlich abgeschossen worden. © Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Teheran. Im Zusammenhang mit den Abschuss der ukrainischen Verkehrsmaschine bei Teheran sind nach Angaben der iranischen Justiz "einige" Personen verhaftet worden. "Wir haben intensive Ermittlungen durchgeführt und einige wurden in diesem Zusammenhang verhaftet", sagte Justizsprecher Gholam-Hussein Ismaili laut Nachrichtenagentur Isna am Dienstag.

Aus welchen Institutionen und Abteilungen die Verhafteten kommen, sagte der Sprecher nicht. Der Fall sei kompliziert und man müsse in vielen Richtungen ermitteln, um zu einem klaren Ergebnis zu kommen.

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Das ukrainische Flugzeug war am Tag eines iranischen Luftangriffs auf US-Militärstützpunkte im Irak kurz nach dem Start in Teheran irrtümlich abgeschossen worden. Es war nach iranischen Angaben für ein US-Marschflugkörper gehalten worden.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani forderte eine lückenlose Aufklärung der Abschussumstände. "Dieser Fall ist kein normaler Fall und er muss von einem Sondergericht und verschiedenen Experten gründlich und lückenlos untersucht werden", sagte Ruhani am Dienstag. Alle Einzelheiten sollten transparent untersucht und egal mit welchem Ergebnis publik gemacht werden. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. "Wir müssen dafür sorgen, dass so eine Tragödie in unserem land nie wieder passiert", sagte Ruhani laut dem Webportal des Präsidialamts.

Er könne nicht akzeptieren, dass lediglich eine Person, "die auf den Knopf gedrückt hat", alleine verantwortlich für das Unglück sei. Auch andere Abteilungen und Organisationen trügen eine Mitschuld. Genau dies müsse in den Ermittlungen klargestellt werden, sagte Ruhani. 

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Es gehe nicht nur um 176 unschuldige Opfer des Unglücks, sondern um die zukünftige Sicherheit des Landes. Er bedauere den Vorfall zutiefst und habe den Staatschefs der vom Unglück betroffen Staaten telefonisch versprochen, dass der Fall lückenlos aufgeklärt werde. (dpa)