merken

Irland als Taktgeber mit Orgel und Dudelsack

Markus Schuster lädt ab Donnerstag zu den dritten Cunewalder Musiktagen ein. Was hat er vor?

© privat

Hallo Herr Schuster, wieso veranstaltet denn just Ihr kirchlicher Musikkreis die Cunewalder Musiktage?

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Wenn Maschinen denken

In Hollywoodfilmen übernehmen Roboter schon mal die Weltherrschaft. Künstliche Intelligenz als Horrorszenario. Die Realität ist jedoch nicht weniger spektakulär. An der TU Dresden beginnen Supercomputer zu lernen.

In unserer Gegend muss man die Leute schon fast zwingen, sich mit Kultur zu beschäftigen. Fußball oder Autocross gehen in Cunewalde immer, aber die Musik hat es schon schwerer. Viele trauen sich auch nicht, zu einem Konzert in die Kirche zu kommen, wenn sie selber nicht kirchlich sind. Also musste was anderes her.

Wie würden Sie denn Ihren gemeinsamen Nenner beschreiben?

Oberlausitzer Fundgrube

Dienstag

Steinhaus Bautzen: Open Air Kneipenabend spezial (Konzert mit Wayne Graham (USA) & Bergen (DD), 22 Uhr.

Mittwoch

Kunstbauerkino Großhennersdorf: Foxtrot (Film aus Israel), 20.30 Uhr.

Donnerstag

Turnhalle der Grundschule „Friedrich Schiller“ Cunewalde (Oberlausitzer Straße 21): 3. Cunewalder Musiktage – Irische Tänze und Line-Dance für jedermann (Tanzworkshop), 19 Uhr (Musiktage auch Fr. bis So.).

Freitag

Großschönau (Ortszentrum): Beginn Festwochenende zur 666-Jahr-Feier mit zahlreichen Veranstaltungen (auch Sa/So).

Kulturinsel Einsiedel (Neißeaue-Zentendorf): 25. Folklorum – Turisedische Festspiele (Kulturfestival), 15 Uhr (auch Sa/So).

Sonnabend

Galerie Luisenstraße Görlitz (Luisenstraße 21): Eröffnung Fotoausstellung im Rahmen des 4. Görlitzer Fotofestivals, 14 Uhr.

Sonntag

Messepark Löbau: 4. Oberlausitzer Classic-Tag (Oldtimertreff), 10 – 18 Uhr.

Kurzfristige Änderungen,

vor allem aber viele weitere Veranstaltungen, finden Sie im Netz unter www.sz-veranstaltungskalender.com

1 / 7

Obwohl die Planung zum Großteil von der Kirchgemeinde ausgeht, wollten wir immer alle Musikliebhaber der Region locken. Wir sind neugierig, in welche Richtung uns die Musik führt – und wollen das auch in jedem Jahr neu herausfinden und hörbar machen. Außerdem haben wir immer auch einen Workshop dabei, um schon bestehende Talente zu fördern.

Worin unterscheidet sich der dritte Jahrgang von den ersten beiden?

Zum ersten Mal haben wir den Cunewalder Musiktagen ein Motto gegeben und wollen nun musikalisch Irland erkunden. So werden in unserer Kapelle keltische Harfenklänge zu hören sein und die „Kleene Schänke“ in diesem Jahr zum Pub – mit allem, was dazu gehört. Und zum Sonntaggottesdienst in Deutschlands größter Dorfkirche kommen Orgel und Dudelsack zusammen. Wen es dabei nicht auf den Stühlen hält, der sollte schon am Donnerstag beim Line-Dance-Workshop dabei sein.

Denken Sie schon an die vierte Auflage oder gar an eine Tradition?

Im letzten Jahr konnten wir uns vor Vorschlägen kaum retten. Da wir aber alles ehrenamtlich organisieren, mussten wir uns dieses Jahr wieder auf vier Tage beschränken. Und man will ja auch für 2019 und darüber hinaus immer noch Höhepunkte anbieten. Es steht auch die Überlegung im Raum, einen Verein dafür zu gründen – also Freiwillige vor!

Interview: Andreas Herrmann