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IS-Unterstützer bei Leisnig geschnappt?

Spezialkräfte aus Sachsen nehmen am Donnerstag bei Leisnig fünf Personen fest. Sie sollen einen Raubmord geplant haben. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt im islamistischen Milieu.

© dpa (Symbolfoto)

Leisnig/Berlin. Die Generalstaats-anwaltschaft Berlin stellt derzeit Ermittlungen im islamistischen Milieu an. Dabei ist sie offenbar auch bei Leisnig fündig geworden. Dort zumindest stoppte ein mobiles Einsatzkommando des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen am Donnerstag mehrere Personen an der A14-Anschlussstelle.

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Es gab Festnahmen, wie Behördensprecher Tom Bernhardt am Freitag auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung bestätigte. Zu Details wie Geschlecht, Alter und Nationalität durfte er keine Aussagen machen. „Wir haben Amtshilfe für die Kollegen in Berlin geleistet. Weitere Auskünfte erteilt die Generalstaatsanwaltschaft“, so Bernhardt. Zur Zahl der involvierten sächsischen Polizisten machte er ebenfalls keine genauen Angaben. „Ausreichend“, sagte er lediglich.

Oberstaatsanwalt Martin Steltner von der Generalstaatsanwaltschaft Berlin erklärte am Freitagnachmittag, dass in Sachsen fünf Personen festgenommen worden seien. „Die Durchsuchungsmaßnahmen in den Wohnungen zogen sich am Donnerstag bis in die späten Abendstunden“, erklärte er. Nach ersten Erkenntnissen sollen die Tatverdächtigen einen Raubmord in Magdeburg geplant haben. Gegenstand der aktuellen Ermittlungen seien mögliche Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Es werde geprüft, ob der Raubmord zur Geldbeschaffung für den IS dienen sollte, so Martin Steltner.

Auch er machte in einem Video, das auf dem Twitter-Account der Generalstaatsanwaltschaft Berlin verbreitet wird, keine Angaben zur Herkunft der Tatverdächtigen. Er sagte, eine Person sei bereits in Untersuchungshaft, zwei weitere sollten dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. „Die übrigen Festgenommenen wurden wegen fehlenden Tatverdachts beziehungsweise fehlender Haftgründe wieder freigelassen“, so der Oberstaatsanwalt. (DA/sol)