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Israel empört über Lob für Marschall Petain

Tel Aviv. Der israelische Erziehungsminister Naftali Bennett hat die Würdigung des Nazi-Kollaborateurs Marschall Philippe Pétain in Frankreich am Donnerstag kritisiert. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel...

Tel Aviv. Der israelische Erziehungsminister Naftali Bennett hat die Würdigung des Nazi-Kollaborateurs Marschall Philippe Pétain in Frankreich am Donnerstag kritisiert. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte gesagt, Pétain (1856–1951) sei während des Ersten Weltkrieges „ein großer Soldat“ gewesen.

„Pétain hat die Ausweisung und den Massenmord an Juden gebilligt und erleichtert“, schrieb Bennett bei Twitter. „Es ist inakzeptabel zu behaupten, dass vorherige Handlungen solche Gräueltaten abmildern können.“ Er dränge Macron dazu, „Nazis und ihre Unterstützer nicht zu entschuldigen oder zu verteidigen – nicht in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft“.

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Pétain war während des Zweiten Weltkrieges Chef des französischen Vichy-Regimes, das mit den deutschen Besatzern zusammenarbeitete. Nach dem Krieg wurde er als Nazi-Kollaborateur zum Tode verurteilt. Pétain starb 1951 in der Verbannung auf einer kleinen Insel vor der westfranzösischen Küste. General Charles de Gaulle hatte das Todesurteil in lebenslängliche Haft umgewandelt. (dpa)