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Ist der Robur LO bald Geschichte?

Die Feuerwehr benötigt ein neues Fahrzeug. Verbesserungen sind jedoch auch an anderen Stellen notwendig.

© Carsten Lange/Archiv

Von Eric Mittmann

Großweitzschen. Die Federn sind verschlissen, die Ausrüstung nur mangelhaft und die Kupplung war in den letzten anderthalb Jahren zweimal beschädigt, zuletzt während des Waldbrandes in Hochweitzschen. Großweitzschens Ortsfeuerwehr benötigt ein neues Einsatzfahrzeug. Der Robur LO entspricht nicht mehr den heutigen Standards. „Wir müssen an dieser Stelle schnell agieren. Vielleicht können wir in diesem Jahr noch einen Förderantrag stellen“, sagte Ortswehrleiter Marc Bohnstedt.

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Während der vergangenen Sitzung des Gemeinderats hatte sich Bohnstedt zu Wort gemeldet, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Die aktuelle Situation sei nicht nur eine Gefahr für die Bürger, sondern auch für die Kameraden. „Wir sitzen auf dem LO ohne Sicherheitsgurt. Darüber hinaus ist die Ausrüstung nur mangelhaft verstaut“, so Bohnstedt.

Der zweite stellvertretende Bürgermeister Sven Krawczyk (CDU) erklärte dazu, dass die Gemeinde am Montag zwei Brandschutzingenieure zu Gast hatte, die mit der Erstellung eines Brandschutzbedarfsplanes beauftragt wurden. Auch sie hätten bereits explizit auf den LO hingewiesen. „Ziel ist es, den Plan bis 30. Juli fertig zu haben und noch vor der neuen Förderperiode im September zu beschließen. Dann geben wir ihn ans Landratsamt weiter, damit dieses unsere Forderungen so schnell wie möglich bearbeiten kann“, erklärte Krawczyk.

Gleichzeitig verwies er auf die Löschteiche in der Gemeinde, die ebenfalls ein großes Problem sind. „Diese Angelegenheit würde ich gern im nächsten Gemeinderat im Juni besprechen“, so der zweite Stellvertreter. „Im Brandschutz ist zudem der Hochwasserschutz enthalten. Auch hier brauchen wir einen aktuellen Stand.“

Parteikollege Sven Schilder forderte eine ordentliche Vorgehensweise und erkundigte sich im Zuge der Diskussion zu den Schutzeinrichtungen an der Muldentalklause. Der Versicherungsschutz greife nur, wenn diese installiert sind. Bisher liegen sie offenbar jedoch in der ehemaligen Gemeindeverwaltung in Westewitz. „Das ist eine kleine Sache. Es wäre schön, wenn das zeitnah erledigt wird“, so Schilder. Bohnstedt und der für den Bauhof zuständige Krawczyk einigten sich darauf, mit der Muldentalklause einen Termin zu finden.