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Ist Islam Grundlage für Terrorismus?

Dieser und anderen Fragen soll nächsten Dienstag im Rathaus nachgegangen werden.

© Symbolbild/Reuters

Von Peter Anderson

Meißen. Der Leiter der Evangelischen Akademie Meißen Pfarrer Johannes Bilz rechnet damit, dass sich die Region künftig zunehmend mit islamischen Bräuchen auseinandersetzen muss. Er gehe derzeit davon aus, dass es um ganz praktische Fragen gehen dürfte wie das Kopftuchtragen, die Teilnahme von Mädchen am Schwimmunterricht in den Schulen, aber auch Themen wie die Beschneidung oder das rituelle Schächten von Tieren. Das sagte Bilz auf einem Vorbereitungstreffen für den am Dienstag, dem 26. Januar, geplanten Meißner Bürgerdialog zum Thema Islam.

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Nach Angaben des Büroleiters des Meißner Oberbürgermeisters Jörg Böhme liegen aktuell noch keine genauen Angaben dazu vor, wie viele der 450 über Meißen verteilten Asylsuchenden Muslime seien. Diese übten ihre Religion derzeit eher in einem privaten Rahmen aus. Akademie-Direktor Johannes Bilz verwies darauf, dass für die Flüchtlinge zunächst überlebenswichtige Bedürfnisse wie Essen, Wohnen und Sicherheit im Vordergrund standen, nicht die Religion.

Der Bürgerdialog am Dienstag ab 18.30 Uhr im großen Ratssaal soll Gelegenheit bieten, Wissenslücken zum Islam zu schließen. Yusuf Sengün von der Türkisch Islamischen Gemeinde Dresden ist als Referent eingeladen. „Viele Ängste, die es dazu gibt, sind in der Vergangenheit tabuisiert worden“, so Pfarrer Bilz. Diese sollten ausgesprochen werden, um mit ihnen umgehen und sie analysieren zu können.

Der Beauftragte für Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Harald Lamprecht rief dazu auf, zwischen Islamkritik und Islamfeindschaft zu unterscheiden. Er selbst sehe durchaus kritische Seiten am Islam. Islamfeindschaft, welche diese Religion als einheitlichen Block und grundsätzlich böse abtue, lehne er jedoch ab.

Für den Bürgerdialog ist eine Anmeldung bis 25. Januar mit Namen und Anschrift entweder im Bürgerbüro oder per Mail nötig: [email protected]