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Jakobus in Lebensgröße

Im August bekommt die Pulsnitzstadt zwei Holzfiguren aus dem Erzgebirge. Es geht auch ums Reisen im Frieden.

© Frank Weser

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Ortrand. Bauplaner Frank Weser, Inhaber des Ortrander Kulturbahnhofes und des Kulturgüterschuppens, schenkt seiner Heimatstadt eine weitere kulturelle Bereicherung.

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Für 3000 Euro hat Weser jetzt beim erzgebirgischen Kettensägenschnitzer Markus Baumgart zwei lebensgroße Holzfiguren in Auftrag gegeben: den heiligen Jakobus und den heiligen Christopherus. Mitte August sollen sie in die Pulsnitzstadt kommen und mithilfe der Großkmehlener Firma Mittag transportiert und aufgestellt werden.

Jakobus wird seinen Platz am katholischen Gemeindehaus in Ortrand bekommen. Denn er ist ihr Namensgeber. Christopherus wiederum soll am Bahnhof aufgestellt werden – als Schutzpatron der Reisenden. „Beide Figuren sind als Hingucker für Ortrand und seine Gäste gedacht“, erklärt Weser. Vielleicht regen sie auch zum Nachdenken an.

Frank Weser lernte Kettensägenschnitzer Baumgart auf der Baumesse in Dresden kennen und war von seiner Kunst beeindruckt. „Ich möchte, dass das katholische Gemeindehaus für Gäste der Stadt und auf dem Campingplatz besser erkennbar wird“, erklärt Weser, der zur katholischen Gemeinde gehört. Den Bahnhof hat er des Weiteren ausgewählt, „weil hier viele Menschen abgefahren und nie wiedergekommen sind“. Weser erinnert an die gefallenen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Und Menschen, die ankamen und nicht wieder wegkonnten: die Flüchtlinge. „Der heilige Christopherus soll Glück bringen für die, die jetzt im Frieden reisen“, wünscht sich der Auftraggeber.