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Japans Maschinenbauaufträge unerwartet gestiegen

Tokio - Japans Maschinenbauaufträge sind unerwartet gestiegen. Wie die Regierung am Donnerstag bekanntgab, erhöhten sich die Aufträge im Februar um saisonbereinigt 1,4 Prozent zum Vormonat auf 728,1 Milliarden Yen.

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Tokio - Japans Maschinenbauaufträge sind unerwartet gestiegen. Wie die Regierung am Donnerstag bekanntgab, erhöhten sich die Aufträge im Februar um saisonbereinigt 1,4 Prozent zum Vormonat auf 728,1 Milliarden Yen. Das ist der erste Anstieg seit fünf Monaten. Analysten hatten im Durchschnitt der Prognosen mit einem erneuten Rückgang gerechnet.

Die Regierung warnte jedoch vor zu großem Optimismus, da die Aufträge der Industrie und aus dem Ausland weiterhin auf Tiefstständen verharrten. Im Januar waren die Maschinenbauaufträge der zweitgrößten Volkswirtschaft angesichts der Exporteinbrüche auf den tiefsten Stand seit fast 22 Jahren gesunken.

Der Auftragseingang aus dem Ausland, der als Indikator für Japans Exportentwicklung gilt, ging im Berichtsmonat um 22,9 Prozent im Vergleich zum Januar und um 74,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf das Rekordtief von 296,5 Milliarden Yen zurück.

Auch von der produzierenden Industrie Japans gingen weniger Aufträge ein (minus 8,1 Prozent). Dagegen erhöhte sich der Auftragseingang seitens nicht produzierender Unternehmen um 3,3 Prozent, hieß es. Die Auftragsdaten gelten als ein wichtiger Indikator für Investitionen der japanischen Unternehmen in den nächsten drei bis sechs Monaten. (dpa)