Merken

Jazztage Görlitz suchen Sponsoren

Das Spendengeld mache oft ein Viertel des Etats aus, so die Veranstalter. Mittlerweile sind die Namen aller Auftretenden bekannt.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Friedemann Dreßler ist seit vielen Jahren Organisator der Jazztage Görlitz.
Friedemann Dreßler ist seit vielen Jahren Organisator der Jazztage Görlitz. © SZ-Archiv / Rolf Ullmann

Die Veranstalter der Jazztage Görlitz haben am Dienstag einige ihrer auftretenden Musiker vorgestellt und damit die Programmpunkte, die bislang noch nicht bekannt waren, veröffentlicht. Die Konzerte in Görlitz, Bad Muskau und Berthelsdorf steigen an zwei Wochenenden Ende Mai. Das Finale findet aufgrund des Wahlsonntags am Sonnabend, 25. Mai, statt. Der Auftakt führt an „Unerhörte Orte“ (Freitag, 17. Mai) in Görlitz. Es folgen Bad Muskau (18.5.) und Berthelsdorf (19.5.) im Jazz-Kreis. „Nicht zuletzt die überragende Resonanz und bezaubernde Atmosphäre des Tiefstalls hat uns wieder nach Berthelsdorf geführt.“ sagt Reinhard Schubert vom Veranstalterverein kulturzuschlag e.V. Die koreanische Pianistin Younee, die sich selbst zwischen Klassik und Jazz verortet und inzwischen große Hallen füllt, gastiert hier solo. „Es verlangt langen Atem, um solche Perlen zu heben“, sagt der Vorsitzende Friedemann Dreßler. „In Berthelsdorf geht es nicht nur um einen phantastischen Raum mit einem sehr kooperativen Trägerverein. Es gilt eine komplizierte Akustik zu meistern und einen Spitzen-Flügel zu beschaffen.“

Weil grundsätzlich jedes Programm durch das Budget limitiert sei, sucht der Verein noch Spender und Sponsoren. Beträge von Privatpersonen, Freiberuflern, Firmen tragen seit Jahren die Jazztage Görlitz. Das oft kleine Geld summiere sich zu einem Viertel des Etats. „Wir liegen deutlich unter den Ticketpreisen deutscher Jazzfestivals, müssen uns aber im regionalen Markt bewegen und setzen auf Qualität und internationale Vielfalt“, sagt Dreßler. Die größte Förderung kommt auch 2019 vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien. Die Stadt Görlitz fügt einen Sitzgemeindeanteil hinzu und gibt kleine Unterstützung mit Bühnenelementen oder Stühlen für die Unerhörten Orte.

Eine Fabriketage wird für den Auftritt für „Black Project“ vorbereitet, laut Veranstalter ein Sextett der Mannheimer Szene mit magischem Schwung und einem Klang, der sich irgendwo zwischen Jimi Hendrix und Miles Davis „Bitches Brew“ bewegt. Jazz über Grenzen zur Klassik verkörpert der junge Österreicher Christoph Sietzen. Kürzlich gab er in der ZDF-Sendung Aspekte eine Kostprobe seines Könnens am Vibraphon. Bereits mit 26 Jahren arbeitet er als Dozent in Wien und entwickelt ein sehr schnelles Tasten-Tempo. Je drei Bands machen die Abende im Tivoli zu den Höhepunkten des Festivals. Die kolumbianische Gruppe um Samuel Torres, die schwedische Band Corpo, die israelische Sängerin Michal Shapira und die Formation Three Fall & Melane sind gebucht. (SZ)

Mehr lokale Artikel lesen Sie unter:

www.sächsische.de/goerlitz

www.sächsische.de/niesky