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Jeder kann Radio machen

Ein paar Regeln müssen aber eingehalten werden, wenn man selbst senden will. Zum Beispiel fallen Gebühren an.

© Getty Images

Etwa 150  Webradiosender gibt es in Deutschland aktuell, die nach dem gleichen Prinzip wie „4Reasons Radio“ funktionieren. Radio machen kann dank Internet im Prinzip jeder. Unabdingbar für ein Webradio ist eine stabile Internetverbindung, über die man seine Musikauswahl dann für die Hörer streamen kann. Der Stream ermöglicht einem Hörer, egal von welchem Ort aus, dieses bestimmte Webradio zu hören – über den Computer oder das Smartphone. Im Gegensatz zum herkömmlichen UKW-Sender empfängt man ein Webradio online. Es gibt dafür diverse Streamanbieter in Deutschland, informiert das Portal radio.de. Außerdem gibt es Plattformen für das sogenannte „User generated radio“, auf denen jeder einen eigenen Radiosender starten und gestalten kann. Viele reine Webradios, die nur im Internet zu empfangen sind, widmen sich einem ganz speziellen Musikgenre. Oder aber, wie bei „4Reasons Radio“, wechseln sich verschiedene Hobby-Moderatoren ab, die ihren speziellen Musikgeschmack einbringen.

Für die verwendete Musik sind Gema-Gebühren abzuführen. Denn die Nutzung von Tonträgern ist kostenpflichtig, egal, ob es sich um selbst gekaufte CDs oder MP3s handelt oder ob man an ein Musikportal angeschlossen ist. Die Höhe der abzuführenden Kosten richtet sich dann wiederum danach, ob man seinen Sender kommerziell oder nicht kommerziell betreibt, sowie die Hörerreichweite.

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Wer Internetradio als Hobby betreibt, muss außerdem ein paar Regeln einhalten, was die „Arbeitszeiten“ betrifft. Die Hobbyradiomacher dürfen nicht mehr als zehn Stunden in der Woche live moderieren und senden, berichten Hans-Jörg und Regina Mattje aus Kittlitz. Sonst wäre es kein Hobby mehr. Auch der 16-jährige Gabriel Mattje teilt das Hobby seiner Eltern und geht ebenfalls auf Sendung. Das ist kein Problem, auch Kinder und Jugendliche dürfen ans Mikro, allerdings nur unter Aufsicht der Eltern. Und auch hier müssen maximale Zeitvorgaben eingehalten werden. So darf Gabriel nur bis 20 Uhr live moderieren – und das nicht mehr als vier Stunden im Monat. (SZ/rok)