merken

Jeder vierte Beschäftigte neu im Job

Im Verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen besteht großer Bedarf. Kleine Betriebe stellten am meisten ein.

© Symbolbild/dpa

„Hallo, ich bin die Neue“, solche Begrüßungen waren tausendfach im Landkreis zu hören. Rund 72 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hat das Statistische Landesamt allein 2017 im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erfasst. Die Arbeitsagentur registrierte im gleichen Jahr mehr als 20 000 Beschäftigungsverhältnisse, die neu begonnen wurden. Demnach war mehr als jeder Vierte neu im Job. Im Juni 2018 war die Zahl der Beschäftigten schon auf knapp 80 000 gestiegen.

Laut Arbeitsagentur Pirna wurden im Landkreis die meisten neuen Arbeitsverträge im Verarbeitenden Gewerbe (1 792) und im Gesundheits- und Sozialwesen (1 478) geschlossen. In den beiden Branchen ist nicht nur der Bedarf am größten, sondern dort sind auch die meisten Menschen beschäftigt und sie stellen auch einen beachtlichen Anteil unter den Großbetrieben. Dazu zählen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Das waren 2017 insgesamt 28 der 10 319 vom Statistischen Landesamt im Landkreis registrierten Betriebe.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Kuschelige Stunden mit heißem Aufguss

Gemütliches Schwitzen in der Mitternachts-Sauna im Freitaler "Hains". Sekt gibt's gratis dazu.

Für die meisten Neueinstellungen sorgten aber gar nicht die großen, sondern die kleinen und mittleren Unternehmen. Mehr als die Hälfte der Leute sind in Betriebe mit bis zu 49 Mitarbeitern neu eingestiegen. Die Großbetriebe hatten dagegen nur für 13 Prozent der Neueinstellung gesorgt.

Der Anteil der Kleinstbetriebe im Handel, in der Baubranche und im Gastgewerbe ist besonders hoch. „Bei diesen Branchen muss man allerdings berücksichtigen, dass diese regelmäßig pausieren und Personal wiedereinstellen“, heißt es von der Arbeitsagentur. Die Statistik untermauert zudem, welch große Bedeutung der Tourismus für den Landkreis hat. Auf 10 000 Einwohner kommen hier 33 Betriebe im Gastgewerbe, so viele wie nirgends sonst im Freistaat Sachsen.

Der Trend von 2017 – für das Jahr stehen erst jetzt vollständige Statistiken zur Verfügung – hat sich bis heute fortgesetzt. „Unsere regionalen Unternehmen haben einen ungebrochenen Fachkräftebedarf, mit dem sie in das arbeitsreiche Frühjahr starten“, sagt die Pirnaer Chefin der Arbeitsagentur, Gerlinde Hildebrand.

Dementsprechend liegen die aktuellen Arbeitslosenzahlen für den Februar weiter auf niedrigem Niveau. Knapp 7 000 Menschen waren demnach im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge arbeitslos gemeldet, was unverändert eine Quote von 5,4 Prozent der erwerbsfähigen Personen bedeutet. Im Vergleich zum Februar 2018 sind es rund 600 Arbeitslose weniger. Von der Entwicklung profitieren Langzeitarbeitslose besonders, also Personen, die länger als ein Jahr ohne Job sind. Deren Zahl ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 13 Prozent zurückgegangen.

In den vergangenen vier Wochen hat die Arbeitsagentur 561 neue Arbeitsstellen registriert. Im Bestand sind nun fast 2 000 offene Stellen. Wie zu erwarten war, sind die meisten in den größten Branchen Verarbeitende Gewerbe (317) und Gesundheits- und Sozialwesen (314) zu finden.

Große Probleme haben die Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden wollen. 939 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen standen nur 859 Bewerber gegenüber.

© SZ-Grafik: Gernot Grundwald

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/pirna und in unseren anderen Online-Ausgaben für Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz vorbei.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.