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Jedes vierte Kind ist arm

In Dresden geht es Sachsens Kindern finanziell am besten, in Leipzig leiden sie am stärksten unter Armut.

© ddp

Düsseldorf In Sachsen ist nach einer Studie gut jedes vierte Kind (25,1 Prozent) arm. Damit liegt der Freistaat deutlich über der bundesweiten Kinderarmutsquote von 18,9 Prozent, wie eine Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergab. Sie wurde am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlicht. Der ostdeutsche Durchschnitt liegt bei 26,3 Prozent. Für ihre Studie werteten die Autoren den Mikrozensus aus dem Jahr 2012 sowie Befragungen für das Panel Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung (PASS) aus dem Jahr 2011 aus.

In Leipzig ist die Kinderarmut mit 29,9 Prozent demnach besonders groß, in Chemnitz liegt die Quote bei 26,7 Prozent. In Dresden wachse gut jedes fünfte Kind (20,7) in einkommensschwachen Verhältnissen auf.

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Deutschlandweit am höchsten ist das Armutsrisiko von Kindern in Bremen mit 33,7 Prozent. Es folgt mit 0,2 Prozentpunkten Abstand Mecklenburg-Vorpommern. Die niedrigste Armutsquote ermittelten die Forscher mit 9,9 Prozent in der Oberpfalz.

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Im reichen Deutschland ist nach einer Studie fast jedes fünfte Kind arm. Am höchsten ist das Armutsrisiko derzeit in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern.

Laut Studie können in Ost und West 70 Prozent der betroffenen Kinder keinen Urlaub machen. Ein gutes Viertel im Westen und ein Drittel im Osten habe in der Wohnung nicht ausreichend Zimmer. Jedes elfte arme Kind im Westen und jedes siebte im Osten lebe in einer Wohnung mit feuchten Wänden. Es mangele auch an ausreichender Winterkleidung. Knapp 10 Prozent in den alten Bundesländern und 12 Prozent in den neuen Bundesländern seien davon betroffen.

Als arm gilt nach wissenschaftlicher Definition, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Netto-Einkommens zur Verfügung hat. Für ein Elternpaar mit einem Kind unter 14 Jahren liegt die Armutsschwelle derzeit bei 1564 Euro im Monat. (dpa)