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Jetzt ist Vernunft gefragt

Die viel beschworene Energiewende steht endlich vor der Tür. Umso wichtiger ist es, dass Politik, Industrie und Verbraucher gemeinsam an einem Strang ziehen.

© Pixabay

Lange wurde in Politik und Gesellschaft über erneuerbare Energien diskutiert. Wie sehr brauchen wir sie? Wie schnell brauchen wir sie? Welche sind die besten? Heute scheinen die Antworten auf der Hand zu liegen – schaut man auf aktuelle Entscheidung aus dem EU-Parlament, hört man in die Vorstände großer Firmen hinein oder schenkt man den Klimaaktivisten um Greta Thunberg Gehör. Ja, wir brauchen die Energiewende! Und: Ja, wir brauchen sie dringend. Sofort! Schon bald könnte das Industrieland Deutschland den Großteil seines benötigten Stroms aus erneuerbaren Energien rund um Wind, Sonne und Wasser gewinnen. Mit Blick auf die immer ausgefeilteren technischen Möglichkeiten in der Zukunft jedenfalls sollte der Energiewende also nichts um Wege stehen.

Geschwindigkeit und Richtung müssen definiert werden - und es braucht Kreativität

Doch große wirtschaftliche Herausforderungen rund um Strompreise, Netzausbau und Logistik gilt es noch zu klären. Und nicht zu vergessen sind die bedeutungsvollen gesellschaftlichen Themen rund um den Braunkohleausstieg, der nicht nur in der Lausitz zehntausende Arbeitsplätze gefährdet und das wirtschaftliche und gesellschaftliche Überleben einer ganzen Region bedroht. Und es stellen sich auch wieder neue Fragen, die Geschwindigkeit und Richtung der Energiewende bestimmen werden. Wie soll der Transformationsprozess vonstattengehen? Wie soll das Stromnetz zukunftsorientiert ausgebaut werden? Die Antworten auf diese Fragen sind aber minder schwer und wenigstens genauso einfach wie der obigen Fragen. Denn wer Energie sparen und die Umwelt schonen will, wird kreativ. Das zeigt sich nicht nur bei der Entwicklung neuartiger Technologien, sondern auch in der Bereitschaft der Menschen, Energie zu sparen – und das zu respektieren. 

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