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„Richten unsere Köpfe wieder hoch“

Die starken Auftritte, die vielen positiven Ergebnisse, die Top-Platzierungen in der Tabelle. RB Leipzig hat Begehrlichkeiten geweckt. Die aktuelle Phase zeigt, dass diese über den üblichen Erwartungen liegen.

© dpa

Leipzig. Jetzt kämpfen sie bei RB Leipzig mit den gestiegenen Erwartungen. Zwischenzeitig Tabellenführer der Fußball-Bundesliga, aktuell immer noch unangefochtener Zweiter. Aufsteiger-Rekorde und Neulings-Bestmarken in der Hinrunde und darüber hinaus. Trainer Ralph Hasenhüttl mahnt nun aber: „Ich glaube, dass wir die Ansprüche an die Mannschaft nicht zu hoch schrauben sollten.“

Zwei Niederlagen nacheinander sind eine neue Erfahrung für sein junges Team. Bislang kamen die Leipziger nur noch stärker nach „Nullern“ zurück, feierten danach jeweils Siege gegen Verfolger. So wie zu Hause gegen Hertha BSC (2:0) nach dem 0:1 beim FC Ingolstadt oder dem 3:0 gegen Eintracht Frankfurt nach dem 0:3 beim FC Bayern.

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Danach stellte Hasenhüttl fest, dass die Mannschaft nach zwei Niederlagen jeweils mit überzeugenden Heimerfolgen zurückgekommen sei. „Ich glaube, das spricht schon für ein bisschen mehr Substanz, die hinter unserem Erfolg steckt“, betonte Hasenhüttl. Eingeleitet hatte der 49 Jahre Österreicher seine Ausführungen: „Wenn man von einer Mannschaft spricht, die einen gewissen Lauf hat, dann ist es ja oft so, dass Mannschaften, die nur von diesem Lauf leben, nach der ersten Niederlage so ein bisschen einbrechen.“

Erst am 14. Spieltag hatten die Leipziger ihre erste Niederlage kassiert (Ingolstadt). In die Winterpause ging der Aufsteiger nach einer nahezu unglaublichen ersten Saisonhälfte mit nur drei Punkten Rückstand auf die Bayern. Punkgleich war der Oberligameister von 2010, zweimalige Sachsenpokalsieger (2011 und 2013) sowie Regionalligameister von 2013 kurz vor Weihnachten zu den Münchnern angereist, dem 26-maligen deutschen Meister, 18-maligen DFB-Pokalsieger und zum Beispiel auch fünfmaligen Champions-League-Gewinner. Es ist nur die Konsequenz der eigenen Leistungen und Ergebnisse, die die Leipziger nun einholt.

Drei der fünf Ligapartien in diesem Jahr gingen verloren. Auswärts wartet RB gar seit drei Spielen nacheinander auf wenigstens einen Punkt. „Wir haben immer gesagt, es werden auch mal Phasen kommen, in denen wir ein paar Spiele am Stück nicht gewinnen“, sagt Hasenhüttl.

Das werde RB aber nicht vom Weg abbringen. Man selbst sei am Kritischsten, betont er, man selbst habe sich mit der Art und Weise, wie die Mannschaft spielte, große Erwartungen auferlegt, und man selbst wolle immer Topleistungen bringen. „Dass das vielleicht nicht immer möglich ist, will man nicht akzeptieren, ist aber so“, bekräftig der Coach.

Am Montag durften seine Spieler freimachen. Trainiert wird erst wieder an diesem Dienstag. „Jetzt richten wir unsere Köpfe wieder hoch, analysieren, was passiert ist und schauen auf Sonntag“, sagt RB-Profi Benno Schmitz. Dann heißt der Gegner auswärts Borussia Mönchengladbach. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking ist in diesem Jahr ungeschlagen, feierte wettbewerbsübergreifend vier Siege nacheinander. (dpa)