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Jetzt Stromtanken nahe der Reha

Die Danpower-Gruppe hat am Heizhaus eine Ladestation gebaut. Die Leistung ist stärker als die der Enso in der Schillerstraße.

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© Klaus-Dieter Brühl

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Großenhain. Richard Polk von der Danpower GmbH ist mit einem Nissan Leaf aus Potsdam vorgefahren. Der Praktikant des Stromversorgers, der gegenüber der Elbland Reha das Heizkraftwerk betreibt, betankt sein E-Auto mit Strom. So kommt er locker wieder in die brandenburgische Landeshauptstadt zurück. „Ich lade EN 344 für aktuell 0,38 Euro pro Kilowattstunde“, so der sympathische Student. Da das Firmen-Elektroauto 30 Kilowattstunden braucht, wird der Ladevorgang etwa zwölf Euro kosten. Auf der Schillerstraße an der Enso-Ladesäule für E-Fahrzeuge sind nur elf Kilowattstunden möglich, hier beim Normalladen mit 22 Kilowattstunden das Doppelte.

Richard Polk hat mit seinem Ladevorgang die neue Wallbox von Danpower gerade in Betrieb genommen. Allerdings ist sie an der Rückseite des Heizkraftwerkes angebracht – man muss sie erst mal finden. Die Werbung kommt noch, meint Polk. Zwei Ladestellen gibt es, die Investition hat Danpower etwa 6000 bis 8000 Euro gekostet, so der Mitarbeiter.

Neues Geschäftsfeld wird getestet

3500 Anwohner versorgt Danpower in diesem Stadtgebiet mit Wärme. Für diese Kunden gibt es sogar einen Vorzugspreis von derzeit 0,36 Euro pro Kilowattstunde. „Wir testen dieses neue Geschäftsfeld für uns und sehen, wie es anläuft“, sagt Polk. Ab 2019 rechnet der E-Mobilitätsvertreter mit Massentauglichkeit. „Die Batterien der Fahrzeuge werden immer größer, ebenso die Reichweiten.“ Auch in Grimma und Limbach-Oberfrohna testet Danpower solche neuen Wallboxen. Das Netz der Stromtankstellen wird also immer dichter.

Natürlich geht es auch um Ökostrom und ums gute Umweltgewissen. Der Strom an dieser Ladestelle von Danpower sei zwar Mischstrom aus eigenem und zugekauftem Strom, so Richard Polk. Doch was hier durchs Ladekabel ströme, sei grün zertifiziert als erneuerbare Energie.

Wie aber zahlt man dafür? Darüber klärt ein Aushang über der Ladestation auf. Das geht zum einen mit der App bzw. einem Ladeschlüssel unter „PlugSurfing“ im Smartphone. Dort wird der genaue Standort der Ladestelle angezeigt und sogar, ob die beiden Standplätze aktuell verfügbar sind. Die andere Möglichkeit ist mit einer Ladekarte. Die kann man per Mail ([email protected]) beim Anbieter bestellen. Dafür muss man Name, Anschrift und Fahrzeugmodell angeben. Wie die Anzeigetafel ausweist, könnte man als Nichtkunde auch spontan laden und dafür einen QR-Code scannen. „Soweit sind wir aber leider hier noch nicht, der Code kommt noch innerhalb der nächsten drei Wochen“, sagt Richard Polk. Er selbst hat eine Ladekarte mit einem Chip dabei. Die hält er an den Sensor der Wallbox. So wird der Ladepunkt freigeschaltet.

Vorerst sechs Standorte bundesweit

Großenhain gehört damit zu den sechs ausgewählten Standorten in Sachsen und Bayern, die von Danpower mit Ladestellen ausgestattet wurden. Die Lage gegenüber der Rehaklinik gab mit den Ausschlag für die Entscheidung – in der Nähe zu Dresden. „Der Einsatz von regenerativ erzeugtem Strom an den Ladestationen ist für uns besonders wichtig, weil nur so ein nachhaltiger Übergang hin zur Elektromobilität realisiert werden kann“, heißt es bei Danpower. Der Vorteil ist auch die Nutzung rund um die Uhr und sieben Tage die Woche.

Kontakt: 0331237826464