merken

Jobmesse für Rückkehrer

Die Unternehmen des Landkreises suchen händeringend Fachkräfte. Der Landkreis unterstützt sie dabei.

© Franziska Koark/dpa

Von Sylvia Jentzsch

Region Döbeln. Die größte Hürde für die meisten Rückkehrer ist die Jobsuche. Deshalb gibt es auch in diesem Jahr wieder zwischen Weihnachten und Neujahr einen Job-und Karrieretag in Freiberg. Die Premiere im Dezember 2017 war gelungen. Etwa 500 Besucher nutzten das Angebot. „Wir haben keine Zahlen, wie viele Verträge daraus resultierend abgeschlossen worden sind“, sagte der erste Beigeordnete des Landrates Lothar Beier (CDU). Ein Wechsel des Unternehmens und ein Umzug seien mit vielen Dingen verbunden. Das wolle überlegt sein. „Vielleicht kommen auch einige Gäste des vergangenen Job- und Karrieretages wieder, um Nägel mit Köpfen zu machen“, so Beier. Unterstützung bekommen sie dabei von der Nestbauzentrale. Die hat schon viele Erfahrungen mit Rückkehrwilligen gesammelt. Über 170 Anfragen sind nach Angaben von Leiterin Josefine Tzschoppe seit dem Start des Projektes 2016 eingegangen. Etwa 50 Familien sowie Einzelpersonen haben ihren Wohnsitz seitdem nach Mittelsachsen verlegt, wollen dies noch tun beziehungsweise bewusst in ihrer Heimat bleiben.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Die Vorbereitungen für den zweiten mittelsächsischen Job- und Karrieretag am 27. Dezember haben bereits begonnen. Aktuell läuft die Unternehmensakquise, teilte der erste Beigeordneter mit. Über 1000 Briefe wurden an Firmen verschickt. Die Handwerkskammer kontaktierte darüber hinaus weitere 2000 Unternehmen. Bis Ende Mai werden die Rückläufe erwartet.

Am ersten mittelsächsischen Job- und Karrieretag beteiligten sich mehr als 40 Aussteller. Ob es künftig auch im Laufe des Jahres einen solchen Tag gibt, zum Beispiel wenn ehemalige Sachsen ihre Eltern oder Geschwister zu Ostern besuchen, steht noch nicht fest. Lothar Beier könnte sich das aber durchaus vorstellen.

Doch wer sich mit der Rückkehr in die alte Heimat beschäftigt, ist auch bei der Nestbauzentrale gut aufgehoben. Sie hat Anfang 2017 eine Servicemappe, in der alle notwendigen Kontakte aufgelistet sind, zusammengestellt. Seitdem hätten die Nachfragen zugenommen, so Tzschoppe.