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Radeberg

Jockeys galoppieren um Radeberger Bitter

Unter dem Namen der Liqueurfabrik findet erstmalig ein Rennen auf der Dresdner Galopprennbahn statt.

Thomas Tiebel mit einer Flasche „Radeberger Reserve“: Dieser Radeberger Bitter hat ein Jahr lang in original schottischen Whiskyfässern gelagert. Jetzt wird er auf der Dresdner Galopprennbahn angeboten.
Thomas Tiebel mit einer Flasche „Radeberger Reserve“: Dieser Radeberger Bitter hat ein Jahr lang in original schottischen Whiskyfässern gelagert. Jetzt wird er auf der Dresdner Galopprennbahn angeboten. © Archivfoto: Thorsten Eckert

Radeberg. Die Galopprennbahn in Dresden ist eine Institution. Hunderte Besucher locken die Pferderennen jede Saison auf den Platz in Seidnitz. In diesem Jahr trägt ein Galopprennen erstmals „Radeberg“ im Namen.

 Zu verdanken ist das Thomas Tiebel, Betreiber der Radeberger Destillation & Liqueurfabrik. „Ja, ein Renntag im September wird den Namen Radeberger Destillation & Liqueurfabrik tragen“, sagt er. Die Idee, das Rennen zu unterstützen, ist bei Gesprächen mit Gastronomen gekommen. „Wir sind ja immer auf der Suche nach Möglichkeiten, uns zu präsentieren. Die traditionsreiche Rennbahn ist ein geeigneter Ort“, sagt er. Besonders wegen der langen Geschichte beider Einrichtungen habe man sich zur Zusammenarbeit entschlossen. „Beide wurden ja zu einer ähnlichen Zeit gegründet“, sagt Thomas Tiebel. Auf der Galopprennbahn wurden 1891 die ersten Rennen veranstaltet und in der Destille wurde seit 1877 Liqueur produziert. „Außerdem verbindet beide der Königlich Sächsische Hof“, sagt er. Ende des 19. Jahrhunderts kamen zwar schon zahlreiche Besucher zu den Pferderennen auf dem neuen Seidnitzer Turfplatz.

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Limitierte Rarität

Doch erst als König Albert und Prinz Friedrich August ab 1893 regelmäßig die Pferderennen besuchten und Ehrenpreise verliehen, war der Durchbruch des Rennsports in Dresden perfekt. Die Rennbahn entwickelte sich zur Begegnungsstätte, vor allem für das aufstrebende Bürgertum. Auch der Radeberger Kräuterlikör sorgte zu dieser Zeit offenbar für Begeisterung am sächsischen Hof. „Dort ließ man sich das Getränk als magenstärkende Delikatesse schmecken und war voller Anerkennung. Das geht aus überlieferten Dokumenten hervor.“ Das ermunterte Gründer, Wilhelm Richter, seinen Kräuterlikör auch bei großen Ausstellungen verkosten zu lassen. Goldmedaillen bestätigten den guten Ruf. „Das Rezept ist bis heute unverändert geblieben und immer noch geheim.“ Am 5. Mai kann der mehrfach ausgezeichnete Kräuterlikör am Stand der Destille auf der Rennbahn verkostet werden. In diesem Jahr erhielt er beim World-Spirits Award die Goldmedaille. „Dort bieten wir auch eine limitierte Rarität an, unsere ,Original Radeberger Reserve‘. Das ist der im schottischen Whiskyfass gereiften Kräuterlikör“, sagt Thomas Tiebel. Er hatte ja vor drei Jahren die Idee, dem Likör eine besondere Note zu geben. Damals bestellte er mehrere Whisky-Fässer in Schottland. In sie wurde der Radeberger Bitter gefüllt. Da die Fässer nach und nach etwas von ihrem besonderen Aroma etwas abgeben, verändert sich auch der Geschmack des Bitterlikörs. Das Ergebnis war überwältigend, sagt der Betreiber. Danach gab es eine zweite Auflage der „Radeberger Reserve.“

Schon zum sogenannten Aufgalopp am Sonntag, dem 5. Mai wird das Traditionsunternehmen mit einem Stand vertreten sein. „Zum Renntag der Radeberger Liqueurfabrik am 28. September werden die Sieger sicher auch eine Flasche Radeberger Kräuterlikör überreicht bekommen“, sagt Thomas Tiebel. (SZ/td)