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Jodelkurs in der „Kulturfabrik Meda“

Nach einem Konzert am Freitag gibt ein Berliner Künstler-Duo in Mittelherwigsdorf auch noch einen Workshop.

Von Holger Gutte

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Wie vielfältig Jodeln sein kann, können die Besucher bei einem Konzert von „Yodelirya“ am Freitagabend in der Kulturfabrik „Meda“ in Mittelherwigsdorf erleben. Yodelirya – das sind Ingrid Hammer und Elena Gußmann. Veronika Kirchmaier vom Kulturfabrik-Team ist begeistert von den beiden und froh, dass sie nicht nur ein Konzert geben. „Sie bieten bei uns nun schon zum fünften Mal einen Jodel-Workshop an. Das Jodeln ist unglaublich gut für die Stimme“, sagt sie. Als Leiterin des Chores der Hillerschen Villa in Zittau weiß sie das aus eigener Erfahrung. Auch diesmal nimmt Veronika Kirchmaier wieder an dem Workshop teil. Die Nachfrage danach war groß. Nur einer der 21 Kursplätze ist noch frei. Wer noch mitmachen möchte, muss also schnell sein und kann sich bei ihr in Mittelherwigsdorf melden. Der schnellste Anrufer erwischt den letzten freien Platz für den Workshop. Der findet dann von Sonnabend, 10 Uhr, bis Sonntag, 16 Uhr, statt. „Ich habe Ingrid Hammer über eine Bekannte kennengelernt und bin froh, dass es nun endlich mit einem Konzert von Yodelirya klappt“, sagt sie. Denn den Workshop leitet immer nur eine von beiden.

Das Berliner Jodelduo jodelt sich und sein Publikum ekstatisch quer durch alle Kontinente. Von den Österreichischen und Schweizer Alpen in den zentralafrikanischen Regenwald, von Hawaii über Georgien in die Toscana, und von den Sámi im ehemaligen Lappland nach Texas und wieder zurück jodeln die Beiden quasi um die Welt. Denn entgegengesetzt zur landläufigen Meinung ist Jodeln keineswegs auf die Alpen beschränkt und beginnt überhaupt erst jenseits des Musikantenstadls, wirbt der Veranstalter. „Yodelirya“ beschränkt sich aber nicht nur aufs Jodeln. In die Jodler mischen die beiden Sängerinnen Vokalmusik und dabei vor allem Musik aus dem osteuropäischen Raum mit ein. So erklingt beispielsweise in einem polnischen Lied plötzlich ein Kuhblöken. Ein anderes Mal wird ein mexikanisches Lied von einem Jodler überklungen. Andererseits kann es aber auch passieren, dass in einen Jodler sogar gerappt wird. Und natürlich singt und jodelt „Yodelirya“ auch Eigenkompositionen, heißt es.

Die zwei Sängerinnen begleiten sich bei ihren musikalischen Expeditionen mit Akkordeons, Shrutibox, Glocken, Taler und Becken, Spieldosen sowie mit Löffeln, Chlefeln und Besenpercussion. Mit ihnen erklingen zarte, mächtige, archaische aber auch mitreißende und melancholische Jodler oder wie es in der Fachsprache heißt – Jüüze, Yellis, Zäuerlis, blue-yodels, Krimantschuli-Gesänge, Joiks – und Lieder aus dem globalen Klangraum.

Konzert: 12 Euro, 9 Euro ermäßigt; Infos, Kartenreservierungen und die Anmeldung für den Jodel-Workshop sind möglich unter  03583 5090008 oder per Email unter [email protected]