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Trotz ungewisser Zukunft: Eissaison in Jonsdorf startet

In der Jonsdorfer Arena wächst die Eisschicht. Am Sonnabend beginnt die Saison sogar mit einem Paukenschlag. Am Jahresende könnte allerdings Schluss sein.

Von Jana Ulbrich
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Die Eisschicht wächst in der Jonsdorfer Arena. Am Sonnabend beginnt die Saison. Am Jahresende könnte allerdings schon wieder Schluss sein.
Die Eisschicht wächst in der Jonsdorfer Arena. Am Sonnabend beginnt die Saison. Am Jahresende könnte allerdings schon wieder Schluss sein. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Eigentlich ist alles so wie immer um diese Zeit in der Jonsdorfer Eisarena: Das Kindertobeland ist abgebaut. Jetzt kommt das Wasser: Wie ein kräftiger Sprühregen rieselt es aus einem dicken Schlauch auf den Boden und gefriert. Millimeter für Millimeter wächst die Eisschicht. Die Mitarbeiter der Eishalle und freiwillige Helfer aus den Eissportvereinen arbeiten zweischichtig, damit am Sonnabend alles fertig ist. An diesem Tag beginnt wie immer im Oktober die Saison. Und diesmal sogar mit einem Paukenschlag.

Der Saisonauftakt am 1. Oktober wird fulminant: Punkt 16.30 fliegt der Puck im lange erwarteten Spiel der Eishockey-Legenden: Wenn die besten Spieler der ehemaligen Jonsdorfer Falken gegen die 1. Männermannschaft der Jonsdorfer Panther spielen, soll die Halle kochen. Karten für das Spektakel gibt es an der Stadion-Kasse. Weiter geht es dann am Montag, dem 3. Oktober, bei Eislaufen mit Livemusik von 16 bis 20 Uhr.

Am Sonnabend, dem 15. Oktober, ist von 16 bis 22 Uhr Eisdisko. Vom 16. bis 31. Oktober, die ganzen Winterferien über, lädt dann die Eisarena täglich von 13 bis 17 Uhr zum öffentlichen Eislaufen ein. Soweit erst einmal der Plan für den kommenden Monat. Je nachdem, wie die Öffnungszeiten angenommen werden, soll dann weiter entschieden werden, sagt Geschäftsführerin und Bürgermeisterin Kati Wenzel (Freie Wähler).

Denn die Zukunft der Eisarena ist nach wie vor ungewiss. Der Betrieb ist nach derzeitigem Stand vorerst nur noch für drei Monate gesichert. Am Jahresende läuft der aktuelle Stromvertrag mit den Zittauer Stadtwerken aus. Ab Januar soll der Strom das Zehnfache kosten. "Das kann die Gemeinde Jonsdorf definitiv nicht mehr leisten", erklärte Kati Wenzel Anfang dieser Woche. Wenn sich bis dahin keine Lösung für die Finanzierung findet, wird die Einrichtung ab Januar geschlossen, kündigt die Bürgermeisterin an. Für den Eishockey- und Eisstocksport würde das ein Aus des Spielbetriebs mitten in der Saison bedeuten. (SZ/ju)