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Journalist und Bürgerrechtler verurteilt

Peking - Trotz Protesten von Anwälten und Menschenrechtlern sind am Freitag die Urteile gegen einen chinesischen Journalisten und einen Bürgerrechtler bestätigt worden. Das höhere Volksgericht in Peking hielt die dreijährige Haftstrafe gegen den Mitarbeiter der „New York Times“ Zhao Yan aufrecht.

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Peking - Trotz Protesten von Anwälten und Menschenrechtlern sind am Freitag die Urteile gegen einen chinesischen Journalisten und einen Bürgerrechtler bestätigt worden.

Das höhere Volksgericht in Peking hielt die dreijährige Haftstrafe gegen den Mitarbeiter der „New York Times“ Zhao Yan aufrecht. Der 44-jährige war im August vom Vorwurf des Geheimnisverrats freigesprochen worden, dafür aber wegen Betruges verurteilt worden. Er war festgenommen worden, nachdem das Blatt 2004 vorzeitig über den Rückzug von Ex-Staats- und Parteichefs Jiang Zemin aus der Militärkommission berichtet hatte.

In einer Neuauflage seines Prozesses in Yinan nahe Linyi wurde ferner der blinde Bürgerrechtler Chen Guangcheng erneut zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Obwohl ein Berufungsgericht Ende Oktober eine Neuverhandlung angeordnet hatte, bestätigte das Gericht sein erstes Urteil wegen „Beschädigung öffentlichen Eigentums und der Organisation von Gesindel, um den Straßenverkehr zu stören“. Chen Guangcheng hatte schwere Missstände bei der Durchsetzung der Ein-Kind-Politik enthüllt und damit die Behörden gegen sich aufgebracht. (dpa)