merken
PLUS Jubel

Die SZ immer mittendrin

Redakteure und Fotografen sind stets dort, wo was los ist. Manchmal treten wir auch ungewöhnlich in Erscheinung: als Moderatoren, Organisatoren, als Eisbär oder Fahrradkurier.

Im Juli 2011 organisierte SZ-Redakteurin Catharina Karlshaus (l.) hier mit Sänger Peter Tschernig, Mutter Manuela Lenuweit und der damaligen Priestewitzer Bürgermeisterin Susann Frentzen, im Kulturschloss ein Benefizkonzert.
Im Juli 2011 organisierte SZ-Redakteurin Catharina Karlshaus (l.) hier mit Sänger Peter Tschernig, Mutter Manuela Lenuweit und der damaligen Priestewitzer Bürgermeisterin Susann Frentzen, im Kulturschloss ein Benefizkonzert. © Brühl/Archiv

Großenhain. Es war im Juli 2005. Großenhain feierte Stadtfest, und an diesem sonnigen Sonntag war das erste Altstadtfrühstück angesetzt. Denn Großenhain war im Jubiläumsjahr und beging seine 800-Jahrfeier. Lange Tischreihen waren auf dem Frauenmarkt aufgestellt. Zum Teil kostümierte Vereine saßen an gedeckten Tafeln und ließen es sich wohl sein. Auch die SZ hatte einen Tisch gestaltet, mit Zeitungspapiertellern und -bechern, Mitarbeiterin Uta Weser hatte sogar Besteck mit Zeitungspapier beklebt. Alles sollte zeigen: Die SZ ist nicht nur dabei, sondern mittendrin.

Diesen freudvollen Einsatz, sich als Teil der Stadtgesellschaft zu zeigen, haben SZ-Mitarbeiter immer gepflegt. Leser-Blatt-Bindung heißt das in der Fachsprache. Wir berichten nicht nur, wir machen auch mit. Und zeigen, dass wir die Menschen der Region, ihre Freuden und Nöte kennen, widerspiegeln und damit ernst nehmen. Bis heute ist uns das ein wichtiges Ziel.

TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen

Was ist los in Sachsen und Umland? Wo gibt es was zu erleben? Unsere Top-Veranstaltungen der Woche!

SZ-Redakteur Manfred Müller wagte sich beim Kunstflug als Copilot in die Lüfte.
SZ-Redakteur Manfred Müller wagte sich beim Kunstflug als Copilot in die Lüfte. © Brühl/Archiv

Schauen wir zurück auf den Juni 2000. Großenhain erlebt auf dem Flugplatz die vierte Flugshow zu Pfingsten. SZ-Redakteur Manfred Müller wagte sich als Co-Pilot in eine Kunstflugmaschine. "Dein Herz ist in Ordnung?" fragte ihn der schnauzbärtige Kunstflug-Pilot Sten Svensson. Während jordanische Kunstflieger am Himmel halsbrecherische Manöver vollführen, machte Sten die getigerte YAK-52 bereit. Später betrachtete Manfred Müller die Landebahn aus der Überkopfperspektive. Und dann drehte die Maschine wieder um die Längsachse und zog steil nach oben. Sten zog noch eine Schleife, dann ging es im Niedrigflug vorbei an der Tribüne. Der SZ-Mitarbeiter spürte das Adrenalin im Blut. "Nicht mal die Knie zittern, als ich von der Tragfläche springe", schrieb er danach. Nur um die Augen, sagten die Kollegen später, sei er etwas blass gewesen. Was nimmt man nicht alles für seine Leser auf sich!

Die SZ-Mannschaft 2005 beim Altstadtfrühstück zum Stadtfest auf dem Frauenmarkt.
Die SZ-Mannschaft 2005 beim Altstadtfrühstück zum Stadtfest auf dem Frauenmarkt. © Peter Kuner
Wir sind mit dem Radl da: Kathrin Krüger testete 2005 die neuen Lastenfahrräder des Bauhofes. Sie waren zur 800-Jahrfeier der Stadt angeschafft worden.
Wir sind mit dem Radl da: Kathrin Krüger testete 2005 die neuen Lastenfahrräder des Bauhofes. Sie waren zur 800-Jahrfeier der Stadt angeschafft worden. © Brühl/Archiv

Dann kam der Juli 2011: Ein Abend der ganz großen Gefühle im Kulturschloss. Die SZ-Lokalredaktion hatte zum Benefizkonzert eingeladen, um noch einmal kräftig die Spendentrommel für Victoria Lenuweit aus Strießen zu rühren. Peter Tschernig, der populäre Sänger, Moderator und Songschreiber, hatte sich spontan bereit erklärt, für das schwer kranke Mädchen zu singen. Ebenso wie die Mitarbeiter des Kulturzentrums Großenhain arbeitete der damals 66-Jährige aus Lommatzsch sozusagen zum Nulltarif. 150 Zuhörer waren zum Auftritt des schon zu DDR-Zeiten sehr beliebten Künstlers gekommen. Mit der Gemeinde Priestewitz hatte die SZ über Wochen Geld für eine Delphintherapie für Victoria Lenuweit gesammelt. Am Ende waren erstaunliche 15.000 Euro zusammengekommen.

SZ-Redakteurin Kathrin Krüger bekam im August 2006 ein Autogramm von Sänger Costa Cordalis in Großenhain auf dem Hauptmarkt. Als Radler nahm der 2019 verstorbene Künstler an der „Tour der Hoffnung“ teil und sang auf dem Hauptmarkt ein eigenes einfühlsames
SZ-Redakteurin Kathrin Krüger bekam im August 2006 ein Autogramm von Sänger Costa Cordalis in Großenhain auf dem Hauptmarkt. Als Radler nahm der 2019 verstorbene Künstler an der „Tour der Hoffnung“ teil und sang auf dem Hauptmarkt ein eigenes einfühlsames © privat

September 2014: Großenhain hat den Tag der Sachsen, und der ganze Freistaat feiert mit. Die SZ-Mitarbeiter sind von Freitag bis Sonntag im Einsatz, um über die vielen Angebote dieses größten sächsischen Volksfestes zu berichten. Und nicht nur das: Wir machen auch mit, in der einen oder anderen Weise. Catharina Karlshaus interviewt Moderatorin Kim Fisher, Kathrin Krüger organisiert am Museum die Holunderaktion mit und darf dort sogar den damaligen Innenminister Thomas de Maiziere bei seinem Besuch begrüßen.

Anfang September 2014 war Tag der Sachsen in Großenhain. Moderatorin Kim Fisher (r.) wurde hier von Catharina Karlshaus interviewt. Fisher nahm die Zuschauer auf der Hauptbühne vorm Rathaus beim Abendprogramm mit in die 80er-Jahre.
Anfang September 2014 war Tag der Sachsen in Großenhain. Moderatorin Kim Fisher (r.) wurde hier von Catharina Karlshaus interviewt. Fisher nahm die Zuschauer auf der Hauptbühne vorm Rathaus beim Abendprogramm mit in die 80er-Jahre. © Brühl/Archiv

In der Lenzer Sankt Peter Kirche hatte im April 2017 ein Eisbär seine Premiere. Pfarrer Sebastian Zehme brachte diesen plüschigen Kameraden vom Nordpol als "liturgischen Helfer" in den Kindergottesdienst mit, weil sich damit bestimmte Dinge viel einfacher vermitteln lassen. Und wer steckte im Kostüm des Bären? Natürlich eine SZ-Mitarbeiterin. "Ich wollte mal sehen, wie sich das anfühlt", sagt Catharina Karlshaus. Auch vom Großenhainer Nix weiß sie, dass es gar nicht so einfach ist, in so einem Kostüm zu atmen und sich zu bewegen. Und warm wird es! Ist aber am Nordpol wohl auch nötig ...

Catharina Karlshaus machte sich im April 2014 sogar zum Eisbär. In der Kirche Lenz schlüpfte sie in das plüschige Kostüm, das Pfarrer Zehme seitdem für Kindergottesdienst nutzt.
Catharina Karlshaus machte sich im April 2014 sogar zum Eisbär. In der Kirche Lenz schlüpfte sie in das plüschige Kostüm, das Pfarrer Zehme seitdem für Kindergottesdienst nutzt. © Brühl/Archiv
Jockel Tschiersch, Emma Bading, Florian Gallenberger und Benjamin Herrmann (v.l.) bei der Filmaufführung 2018 vorm Kulturschloss Großenhain. Die SZ hatte die Veranstaltung präsentiert.
Jockel Tschiersch, Emma Bading, Florian Gallenberger und Benjamin Herrmann (v.l.) bei der Filmaufführung 2018 vorm Kulturschloss Großenhain. Die SZ hatte die Veranstaltung präsentiert. © Anne Hübschmann

September 2018: Wieder schlüpft SZ-Redakteurin Catharina Karlshaus in die Rolle einer Organisatorin und diesmal auch Moderatorin. Sie hat das Filmteam von „Grüner wird's nicht“ ins Kulturschloss eingeladen und moderiert, nachdem der Film gezeigt wurde, eine Gesprächsrunde mit den Prominenten. Hauptdarstellerin Emma Bading, Produzent Benjamin Herrmann sowie Regisseur Florian Gallenberger stehen ihr Rede und Antwort. "Grüner wird's nicht" war auch auf dem Großenhainer Flugplatz gedreht worden. Über die Dreharbeiten mit dem roten Doppeldecker von Jörg Meißner und seiner Firma "Born2fly" im August 2017 durfte die SZ berichten. Für alle Neugierigen - denn ständig selbst umher schleichende Besucher auf dem Flugplatz sind nicht unbedingt das, was erfolgversprechend für einen strengen Ablauf eines Filmdrehs ist.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Jubel