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Jubel

Mein Ding: Die Medaille

Ulf Mallek über eine ganz spezielle Meissener Auszeichnung.

Die Verdienstmedaille aus Böttgersteinzeug hat einen guten Platz
gefunden.
Die Verdienstmedaille aus Böttgersteinzeug hat einen guten Platz gefunden. © Ulf Mallek

Sie ist ziemlich klein. Nicht viel größer als ein Zwei-Euro-Stück. Vorn ist die Meißner Burg zu sehen, hinten ein Meißner Wappen. Obwohl die gekreuzten Schwerter deutlich sichtbar sind, ist die Medaille nicht aus Meissener Porzellan. Denn sie ist braun. Also aus Böttger-Steinzeug.

Arndt Steinbach, der damalige Meißner Landrat, hatte mir diese Medaille zum runden Geburtstag geschenkt. Er sagte ein paar Worte, vor allem, dass es nur das Alter sei, was mich zum Tragen dieser Verdienstmedaille des Landkreises berechtige.

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Darauf sagte Geert Mackenroth, Landtagsabgeordneter, der in der Nähe stand, er sei viel älter als ich und weitaus viel verdienter und hätte diese Medaille noch nicht erhalten. Steinbach antwortete, es gebe künftig schon mal eine Gelegenheit zur Übergabe.

Steinbach hatte eine Ladung dieser Medaillen, die er vermutlich im Abo von der Manufaktur bezog, im Kofferraum seines Dienstwagens. Wo immer er auftauchte, bei Festen, Essen, Treffs, Besuchen, Politikergesprächen - die kleine Verdienstmedaille war nicht weit.

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Steinbach übergab sie in der Prager Botschaft, den Bürgermeistern des Landkreises und allen Feuerwehrleuten. Gregor Gysi erhielt sie ebenso wie Ralf Brinkhaus. Ich habe für die inflationäre Medaille zu Hause einen guten Platz gefunden. Sie hängt jetzt im Homeoffice hinterm Computer: Geschichte und Gegenwart.

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