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Jugendhaus in Abwärtsspirale

Eigentlich wurde das Jugendhaus gegründet, um Kinder zu unterstützen. Nun braucht das Projekt selbst Hilfe.

© Archiv/André Braun

Roßwein. Steht das Jugendhaus Roßwein schon bald vor dem Aus? „Wenn wir nicht bald genügend Geld zusammen bekommen, dann ja“, sagt Karolina Kempe, Vorsitzende des Vereins „Wir brauchen nun einmal bestimmte Brandschutztüren, ohne die dürfen wir keine Konzerte veranstalten, und ohne die Vermietung des Hauses sind wir bald pleite.“

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Ein bis zwei Monate könne sich das Jugendhaus noch über Wasser halten. „Dann müssten wir das Haus schließen“, so Kempe. „Deswegen suchen wir händeringend neue Spender oder einen Sponsor. Dabei ist erst einmal zweitrangig, ob wir Geld oder Sachspenden für den Bau erhalten, brauchen können wir alles.“ Im Moment fehlen sieben der zehn geforderten Türen. „Unser Fördergeld von Landaufschwung haben wir komplett verbaut“, so Stev Butler, Sozialarbeiter im Jugendhaus. „Aktuell fehlt uns das Geld für die restlichen sieben Türen. Ungefähr 7 000 Euro.“

Im Jugendhaus selbst versuchen die Mitarbeiter, ruhig zu bleiben. „Das Kinderzimmer ist fertig gebaut, wir haben sogar schon angefangen mit Renovieren“, erzählt Nicole Schröder, Sozialarbeiterin im Haus. „Und wir arbeiten an passenden Formularen, falls sich spontan ein neuer Spender oder Sponsor meldet.“ Wie es aber weitergehen soll, wenn letztendlich die Auflagen nicht erfüllt werden können, weiß im Jugendhaus niemand. „Wir werden das Schicksal des Hauses und natürlich auch unser eigenes bei der nächsten Vorstandssitzung besprechen“, so Stev Butler. „Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir irgendwoher das Geld bekommen. Wir werden alles dafür tun, die Abwärtsspirale aufzuhalten.“ (DA/an)