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Jugendliche suchen Arbeit für einen Tag

Schulen aus der Region beteiligen sich am Aktionstag „genialsozial“. Dafür benötigen sie Unterstützung.

© Archiv/André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Mittelsachsen. In den kommenden Wochen werden wieder viele Schüler bei Unternehmen, Vereinen, öffentlichen Einrichtungen oder Privatpersonen an die Tür klopfen. Sie wollen einen Ein-Tages-Job. Das Geld, das sie dafür bekommen, ist für einen guten Zweck.

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Die Harthaer Pestalozzi-Oberschüler sind in diesem Jahr wieder mit dabei. Sie beteiligen sich an Sachsens größter Jugendsolidaritätsaktion. Bereits zum 14. Mal gibt es am 26. Juni den Aktionstag „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“.

Das erarbeitete Geld wollen die jungen Leute spenden, um damit soziale Projekte weltweit und in Sachsen zu unterstützen. Neben vier Projekten in Ghana, Tibet, Mosambik und auf den Philippinen, die sich vor allem der Verbesserung von Lebens-und Bildungsbedingungen widmen, kommt das Engagement etwa 200 lokalen Initiativen in den sächsischen Regionen zugute. Möglich ist auch, dass 30 Prozent des erarbeiteten Geldes von den Schulen für ein eigenes Projekt verwendet wird. „Das hat unter anderem die Peter-Apian-Oberschule in Leisnig für ihr Projekt ‚Schüler helfen Schülern‘ in Anspruch genommen. Leistungsstärkere Schüler geben schulinternen Nachhilfeunterricht. Dank des Geldes aus dem Budget von ‚genialsozial’ kann den Helfern ein kleines Honorar gezahlt werden“, sagte Theresa Berger von der Sächsische Jugendstiftung. Die sonst, bei externen Stellen, teure Nachhilfe, könne so kostenlos für leistungsschwächere Schüler angeboten werden.

Geld für die Schule

Zur Auswahl der Global-Projekte treffen sich jedes Jahr im Januar etwa 100 Botschafter der beteiligten Schulen, um selbst zu entscheiden, welche Projekte mit dem erarbeiteten Geld gefördert werden. In diesem Jahr werden Projekte in Ghana, Tibet, Mosambik und auf den Philippinen unterstützt. 30 Prozent des Geldes fließen, wenn gewünscht, zurück an die Schulen, um gegen soziale Not vor der Klassenzimmertür aktiv zu werden.

„genialsozial“ ist ein Programm der Sächsischen Jugendstiftung mit inhaltlicher Unterstützung durch das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen, des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist Schirmherr der sächsischen Jugendsolidaritätsaktion. Weitere Informationen unter www.genialsozial.de.

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Auch die Firmen haben Vorteile wenn sie sich an der Aktion beteiligen: Durch das Programm „genialsozial“ bekommen Jugendliche unkompliziert Einblick in verschiedene Berufsfelder und können Kontakte zur lokalen Wirtschaft knüpfen. „Das ist eine gute Gelegenheit, Anreize für berufliche Perspektiven in der Heimatregion zu entdecken“, so Theresa Berger.

Arbeitgeber kann jeder sein, egal ob Unternehmen, Vereine, öffentliche Einrichtungen oder Privatpersonen. Die Schüler übernehmen einfache Hilfstätigkeiten, die schon lange mal erledigt werden sollten und für die im Alltag oft die Zeit fehlt.

Wenn Unternehmen den Schülern in der Region helfen wollen und einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, können sie das bei der Sächsischen Jugendstiftung unter Tel. 0351 323719012 melden. Der Ein-Tages-Job kann auch unter www.saechsische-jugendstiftung.de/jobprofile online eingestellt werden.