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Junge Ärzte wollen nicht aufs Land

In der Region Döbeln fehlen Hausärzte. Eine Ausnahme gibt es: Waldheim.

© Bernd Weissbrod/dpa (Symbolfoto)

Region Döbeln. Egal ob Schnupfen, Durchfall oder Impfung, wer einen Hausarzt aufsucht, muss mit langen Wartezeiten rechnen. Denn es gibt zu wenige Allgemeinmediziner. 20 sollten es in der Region Döbeln sein, 17 sind es. 

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen spricht von einem Versorgungsgrad von 84,1 Prozent. Noch schlechter sieht es in der Region Roßwein aus: Fünf Stellen gibt es, drei Ärzte praktizieren (60,7 Prozent). Eine Ausnahme bildet die Region Waldheim. Dort steht ein Versorgungsgrad von 117,7 Prozent zu Buche. 19 Ärzte arbeiten in Praxen. Laut Vorgabe müssten es nur 16 sein.

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Den sich abzeichnenden Ärztemangel im Blick, bemühe sich die KV um den ärztlichen Nachwuchs. „Dies geschieht durch individuelle Beratung oder durch entsprechenden berufliche Veranstaltungen. Außerdem beteiligen wir uns an der Finanzierung der Lohnkostenzuschüsse, die Ärzte in Weiterbildung während ihrer ambulanten Tätigkeit erhalten“, erklärt KV-Sprecherin Katharina Bachmann-Bux.

Allerdings wollten junge Ärzte nicht mehr im ländlichen Raum arbeiten und ihren Lebensmittelpunkt dorthin verlegen. Oft liege das an der fehlenden regionalen Infrastruktur und nicht vorhandenen beruflichen Perspektiven für den Partner. (DA/rt)

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