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Bautzen

Kälte draußen, Stimmung drinnen

An der Kneipennacht in Bautzen beteiligten sich am Sonnabend 17 Restaurants. Die Lokale waren gut gefüllt. Ein Duo feierte Premiere.

In der Bar Caracas legte Tree Dread auf.
In der Bar Caracas legte Tree Dread auf. © Carmen Schumann

Bautzen. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt war am Sonnabend in Bautzen vom Kneipenfest auf den Straßen der Stadt relativ wenig zu spüren. Obwohl manche Gastronomen sogar Heizpilze aufgestellt hatten, nutzte kaum ein Partygänger die Gelegenheit, sich draußen hinzusetzen. Auf der Schloßstraße hatte man immerhin ein Zelt aufgestellt und zum Aufwärmen wurde Glühwein ausgeschenkt.

Doch letztlich tat das Wetter der Feierfreude der Bautzener keinen Abbruch, zumal es am Abend wenigstens nicht mehr regnete. Die 17 Restaurants, die sich am diesjährigen Kneipenfest beteiligten, waren drinnen sehr gut gefüllt, teilweise sogar überfüllt. Jeder konnte sich ein Lokal aussuchen, in dem Musik nach dem eigenen Geschmack gespielt wurde. So kam wohl jeder auf seine Kosten: Von mittelalterlichen Tönen über Salsa und Merengue bis hin zu Pop, Rock und Jazz waren alle Stilrichtungen vertreten.

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Lokalmatadoren im doppelten Sinne waren Carola Gritzner und Dirk Hillmann, die als Duo Revival vor allem die Schlagerfreunde glücklich machen. Die beiden sind Bautzener, traten aber zur hiesigen Kneipennacht das erste Mal auf. In Görlitz waren sie hingegen schon öfter bei der gleichnamigen Veranstaltung dabei. Die beiden Künstler, die sich schon seit ihrer Kindheit dem Musizieren verschrieben haben, traten in einem noch recht jungen Lokal, der „Trattoria La Piazza“ an der Hohengasse, auf. „Unser Abend ist perfekt, wenn es den Leuten gefällt“, sagt Dirk Hillmann. Deshalb nehmen die beiden auch gern Musikwünsche entgegen. Das Repertoire des Duos ist breitgefächert. Die beiden Bautzener singen gerne Schlager wie auch Country-Songs. Sie bedienen auch gerne ostalgische Wünsche nach alten Titeln der Theo-Schumann-Combo, von Gaby Rückert oder Sandra Mo und Jan Gregor. „Doch wir bringen gleichermaßen auch aktuelle Songs zu Gehör“, sagt Carola Gritzner, die Stimme des Duos.

Fast an jedem Wochenende gebucht

Die Sängerin sang schon im Kirchenchor. Dirk Hillmann nahm Gitarrenunterricht und gehörte den Tanzmusikgruppen Terzett 80 und Trend an. Seit 2009 musizieren die beiden gemeinsam. Deshalb steht in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum an, das am 18. Mai gefeiert werden soll. Zeit zum Ausruhen wird aber kaum bleiben. „Wir sind schon für die nächsten zwei Jahre fast an jedem Wochenende gebucht“, sagt Dirk Hillmann.

Doch gelegentlich treten die beiden nicht nur am Wochenende, sondern sogar auch mitten in der Woche auf, wenn sie beispielsweise in einem Seniorenheim musizieren. „Es gibt eigentlich überhaupt keine Stoßzeiten, wir spielen von Januar bis Dezember durch“, sagt Dirk Hillmann. Das Duo legt auch spezielle Programme, beispielsweise zum Fasching oder für die Weihnachtszeit auf. Die Bautzener konnten sie schon auf der „Romantica“ und auf dem Weihnachtsmarkt erleben. Auftritte haben die beiden aber deutschlandweit.

Sie werden von Städten und Gemeinden ebenso gebucht, wie von Privatpersonen für Familienfeiern oder Hochzeiten. Obwohl sich die Spreestädter über einen Mangel an Beschäftigung nicht beklagen können, gehen sie noch einem regulären Broterwerb nach. Dirk Hillmann ist Versicherungsmakler, seine Partnerin Angestellte in einer Anwaltskanzlei.

Auf alle Fälle sorgten alle Musiker in den beteiligten Kneipen für eine tolle Stimmung. Manchmal gelang es ihnen sogar, die Gäste zum Mitsingen zu bewegen. So zum Beispiel Sylko und Silke, die im „Karasek“ unter anderem den Gassenhauer „Tamara“ von der Gruppe MTS zum Besten gaben. Anderswo gab es die Gelegenheit zum Tanzen. In „Sams Bar“ konnten Tanzfreudige ihren Spaß an lateinamerikanischen Rhythmen ausleben. Auch in der Bar „Shakespeare“ wurde getanzt. Allerdings wurde hier trotz der eigentlich kostenfreien Kneipennacht ein kleiner Obolus fällig. Und auch jene Gaststätten, die sich nicht offiziell an der Kneipennacht beteiligten, dürften sich über zusätzlichen Gästezuspruch gefreut haben.