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Kälterekord in Zinnwald

Die Osterzgebirgler bibbern bei dicken zweistelligen Minusgraden. So geklappert haben sie um die Zeit noch nie.

© dpa

Von Mandy Schaks

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Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Osterzgebirge. Es geht noch ein paar Stufen hinunter in den osterzgebirgischen Eiskeller. Nachdem die Quecksilbersäule am Montag in der Frühe in Zinnwald bereits bis auf minus 16 Grad Celsius sank, ging es am Dienstag noch ein Stück tiefer. „An diesem eisigen Morgen sind wieder Temperaturrekorde gepurzelt“, sagt Norbert Märcz, der Vorsitzende vom Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld. „So kalt war es Ende Februar zumindest in Zinnwald noch nie!“

Hier wird seit 1971 das Wetter aufgezeichnet. Märcz, der von Beruf Wetterbeobachter ist, hat solche Zahlen für Zinnwald-Georgenfeld kurz vorm meteorologischen Winterausklang noch nie gelesen. Das Thermometer blieb am Dienstag bei minus 18,7 Grad Celsius stehen. Es war hier zwar auch schon kälter, allerdings im klassischen Wintermonat Januar. Genau am 12. Januar 1987 wurden schon mal minus 25,4 Grad gemessen.

Aber auch an diesem letzten Februar-Dienstag ging es an anderen Orten temperaturmäßig noch weiter bergab als im oberen Osterzgebirge. So wurden auf dem Fichtelberg minus 20,8 Grad gemessen und in Marienberg-Kühnheide nach Angaben von Norbert Märcz in der Nacht sogar minus 23,9 Grad. Spitzenreiter war wieder die Zugspitze. Die WetterKontor GmbH mit Sitz in Ingelheim am Rhein weist auf ihrer Internetseite für den Ort minus 30,4 Grad aus.

Aber auch in den tieferen Lagen sackten die Temperaturen ab. Norbert Märcz hat auch dafür Beispiele: Der Dippoldiswalder Ortsteil Reinberg brachte es auf minus 17,0 Grad Celsius, in Köttewitz zeigte das Thermometer minus 14,9 Grad und in Bannewitz-Wilmsdorf minus 16,7 Grad. Und es könnte in der Nacht zu Mittwoch noch ein bisschen kälter werden.