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Käthe Reichel ist schuld an einer Schauspielkarriere

Detlef Lux spielte mehr als 30 Jahre am Zittauer Theater. Sein Weg zur Bühne führte über Umwege. Montag wird er 75.

© privat

Zittau. Käthe Reichel ist schuld. Ihr Spiel in der Besson-Inszenierung vom „Guten Mensch von Sezuan“ am Berliner Ensemble gab Detlef Lux den entscheidenden Anstoß, selbst zum Theater zu gehen. Doch der Versuch, mit 18 Jahren an die Schauspielschule zu gehen, scheiterte. Lux wurde abgelehnt. Er lernte zunächst Tischler und arbeitete als Dekorateur und Requisiteur am Berliner Ensemble. Mit 30 Jahren beschloss er dann, sich erneut an der Schauspielschule zu bewerben. Diesmal mit Erfolg.

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Von der Schauspielschule wurde er 1976 direkt nach Zittau engagiert. Über die Gegend hatte ihm seine Großmutter einiges erzählt, die hier bei ihrer Flucht aus Ostpreußen gelandet war, bevor sie nach Berlin kam und sich um ihren Enkel kümmerte. Über 30 Jahre war Lux fest am Gerhart-Hauptmann-Theater engagiert. Ein paar Mal habe er schon überlegt, an andere Häuser zu wechseln, erzählte der Mime einmal in einem Interview. Letztlich blieb er aber der Zittauer Bühne treu – auch wegen der Vielfalt der Stücke, die er hier spielen konnte. 2008 musste er aus gesundheitlichen Gründen pausieren.

Das Theater ernannte ihn damals zum Ehrenmitglied. Unter dem Intendanten Carsten Knödler kehrte er 2010 auf die Zittauer Theaterbühne zurück – spielte beispielsweise noch einmal eine Hauptrolle in dem komödiantischen Kammerspiel „Das Herz eines Boxers“. Es ist eine von rund 350 Rollen gewesen. Anlässlich seines 70. Geburtstages 2013 ernannte ihn der Verein „Freunde des Zittauer Theaters“ zum Ehrenmitglied. Am Montag feiert der Mime seinen 75. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! (szo/jl)