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Kahlbusch-Gärtner wollen Klarheit

Die erste Entscheidung in Dohna fällt im September. Frühestens Ende 2019 wird gekündigt. Schon jetzt gibt es Alternativangebote an Gärten.

© Kristin Richter

Von Heike Sabel

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Dohna. Die Dohnaer Kahlbusch-Gärtner warten auf die Entscheidung, die über ihr Sein oder Nichtsein entscheidet. Es geht darum, ob etwa 40 bis 50 Gärten verschwinden müssen, weil darauf die neue Grundschule gebaut wird. Bürgermeister Ralf Müller (CDU) geht nach einem Gespräch in der vergangenen Woche davon aus, dass die Entscheidung in diesem Jahr fällt.

Ein Grund: Ihr Ausgang ist auch für den neuen Flächennutzungsplan wichtig. In dem muss das bisherige Gartenland dann nämlich als Bauland ausgewiesen werden. Zunächst aber muss der Stadtrat einige Entscheidungen treffen.

Die erste Entscheidung soll im September die über die künftige Dreizügigkeit der Oberschule sein. Damit ist dann klar, sie braucht mehr Platz – und zwar in der Grundschule, deren Neubau damit auch offiziell notwendig wird. Steigende Schülerzahlen in beiden Schulen sind schon jetzt Fakt.

Im Vorentwurf des Flächennutzungsplanes ist der Kahlbusch-Standort für den Schulbau vorgesehen. Aber auch das muss der Stadtrat noch bestätigen. Erst dann sind mit dem Kleingartenverein und dem Territorialverband Regelungen zu treffen. Das betrifft unter anderem Entschädigungen und Ersatzflächen. Sagt der Stadtrat Nein, müssen Schritte für einen alternativen Standort eingeleitet werden, sagt Müller.

Davon aber scheint er nicht auszugehen, denn im Gespräch vorige Woche mit dem Gartenvorstand und dem Territorialverband wurde bereits über Ausgleichsflächen für Gärten und für das Vereinsheim gesprochen. Schon bieten einige Gartenvereine ihre freien Gärten an, zum Beispiel der Oberlohmener. Frühestens zum 30. November 2019 wird den betroffenen Dohnaer Gärtnern gekündigt. Doch schon jetzt wollen einige nicht mehr warten. Die Ungewissheit ist derzeit das größte Problem.