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Kahlschlag im Stadtwald

Die Aufräumarbeiten im Wäldchen haben begonnen. Wann das Holz abgeholt wird, ist noch unklar.

© Dietmar Thomas

Von Eric Mittmann

Hartha. Die „Betreten verboten“-Schilder hängen zwar noch immer, es geht jedoch voran im Harthaer Stadtwald. Seit Dienstag ist eine Vollerntemaschine, ein sogenannter Harvester, an der Töpelstraße dabei, die Anfang des Jahres durch Orkantief Friederike beschädigten Bäume zu fällen. „Bisher habe ich etwa 100 Kubikmeter gefällt“, sagt Uwe Dietrich von der Firma Geisler. Er steuert den Harvester, der die Bäume nicht nur fällt, sondern auch entastet und auf die gewünschte Länge zuschneidet. „Darüber hinaus speichert der in der Maschine verbaute Computer auch die Menge, die bisher abgebaut wurde“, so Dietrich.

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Am heutigen Donnerstag will er die Arbeiten bereits abschließen. Wann das Holz abtransportiert wird, kann Dietrich noch nicht sagen. Dazu bedarf es einer anderen Maschine. „Ich nehme jedoch an, dass dies zeitnah erfolgen wird“, sagt Revierförster Dirk Tenzler. „Die Firma will das Holz schließlich auch in einem guten Zustand verkaufen. Verfärbt es sich, verliert es an Wert. Abhängig vom Wetter kann so etwas innerhalb von vier bis fünf Wochen passieren“, so der Revierförster.

Beim Arbeitsbeginn am Dienstag sollen laut Dietrich auch Mitarbeiter des Bauhofs vor Ort gewesen sein. „Wir machen natürlich auch eine regelmäßige Begehung“, erklärt Ronald Fischer, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes in Hartha. Das Wäldchen werde zwar vom Forst bewirtschaftet. Entscheidungen, welche Bäume gefällt werden, können jedoch auch von der Stadt getroffen werden. So wurde gleich gefragt, ob auch einige Bäume, die im Inneren des Waldes beschädigt wurden, entfernt werden können. „Wenn die Leute und die Technik schon mal da sind, kann man das doch gleich erledigen“, so Fischer. Auch diese Arbeiten übernimmt nun Dietrich.

Für den Herbst ist noch eine Durchforstung im Wäldchen geplant. „Die Firma räumt jetzt erst einmal alles auf, was durch Friederike umgeworfen und gebrochen wurde“, sagt Revierförster Tenzler. „Die Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Gartenstraße übernehmen wir, sobald das Laub gefallen ist.“ Jetzt gehe es erst einmal darum, den Stadtwald wieder betretbar zu machen.

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, sei dies der Fall, sagt Uwe Dietrich. „Bis dahin sollten die Leute dennoch nicht den Wald betreten“, so der Mitarbeiter der Firma Geisler. Es könnten noch immer Äste herunterfallen. Einige hätten durch die Räumung zusätzlich an Stabilität verloren. Und auch die Fällarbeiten selbst seien nicht ohne Gefahr. „Ich kann schließlich nicht immer wissen, was hinter der Maschine passiert“, sagt Dietrich.

Zusätzlich zur Sturmschädenbeseitigung entfernt Dietrich auch die restlichen im Wald stehenden Fichten. „Die sind ja schon fast weg. Einen Teil davon hat die Stadt bereits in den letzten Jahren selbst entfernt“, sagt Revierförster Tenzler. Diese seien gefällt worden, weil sich der Borkenkäfer in ihnen ausgebreitet hatte.

„Die müssen gefällt werden, auch aus Sicherheitsgründen“, so Dietrich. Neben den alten Bäumen, entfernt er auch die im Wald gewachsenen Omorikafichten. „Eigentlich muss hier ein gesunder Laubmischwald entstehen. Buchen, Birken und vielleicht hin und wieder eine Esche sind dabei normal. Die Fichten gehören eigentlich gar nicht hierher“, sagt der Mitarbeiter der Firma Geisler.