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Kamenz

Kamenz landet ersten Saisonsieg

Die Lessingstädter bezwingen den LSV Neustadt/Spree. Im Spiel Bautzen gegen Riesa verletzt sich Pavel Patka schwer am Knie.

Der Kamenzer Max Häfner (in rot) hat es hier gleich mit drei Gegenspielern zu tun.
Der Kamenzer Max Häfner (in rot) hat es hier gleich mit drei Gegenspielern zu tun. © Werner Müller

Fußball-Landesliga. Die FSV Budissa Bautzen kommt in der Fußball-Landesliga nicht wie erhofft in Tritt. Am vierten Spieltag kam die Mannschaft von Trainer Thomas Hentschel gegen die als Schlusslicht angereiste BSG Stahl Riesa vor 389 Zuschauern nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Allerdings rückte das magere Ergebnis aus Sicht der Spreestädter nach dem Abpfiff erst einmal in den Hintergrund. Die schwere Verletzung von Pavel Patka schockte nicht nur Hentschel: „Ich will keine voreilige Diagnose verkünden, aber das sah nicht gut aus. Ich befürchte das Schlimmste.“ Der 32 Jahre alte Tscheche könnte sich einen Kreuzbandriss zugezogen haben. Die Frage, was ein Ausfall von Patka zur Folge hätte, musste dem Trainer keiner stellen.

Jeder im Stadion Müllerwiese sah am Sonnabend die Probleme, mit denen sich die neu formierten Budissen aktuell konfrontiert sehen. „Wir haben uns gegen eine gut ein- und aufgestellte Riesaer Mannschaft zu wenig Chancen herausgespielt“, resümierte Hentschel. „Wir sind zwar einige Male ordentlich über die Außenbahnen gekommen, aber dann fehlte in der Mitte ein Abnehmer.“ Dabei ging Budissa kurz nach der Auswechslung von Patka durch Tom Hagemann sogar in Führung (42.). „Natürlich müssen wird das 1:0 mit in die Pause nehmen, aber wir rücken viel zu weit auf und kassieren umgehend den Ausgleich“, ärgerte sich Hentschel. Der junge Karl-Ludwig Zech markierte das 1:1 (44.).

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Nach dem Wechsel fehlte Budissa die Durchschlagskraft – und das nötige Quäntchen Glück, als Trainersohn Tom Hentschel mit einem Distanzschuss nur die Torumrahmung traf (73.). „Geht der Ball rein, gewinnen wir wahrscheinlich“, mutmaßte der Vater. „Alles in allem war zu wenig Kreativität in unserem Aufbauspiel. Wir wissen, dass die Erwartungen in Bautzen sehr hoch sind, aber es dauert nun mal seine Zeit, bis wir alles in die richtigen Bahnen bekommen.“

Der SV Einheit Kamenz zog in der Tabelle an Budissa vorbei. Nach drei Remis und nur einem Tor in den ersten 270 Saisonminuten, setzten sich die Schützlinge von Trainer Frank Rietschel zu Hause gegen Neuling LSV Neustadt/Spree mit 2:1 (2:0) durch. Für die Gäste war es die erste Niederlage in der 6. Liga. Vor 102 zahlenden Besuchern erwischten die Gastgeber einen Blitzstart. Kapitän Alexander Schidun glänzte mit einem Flugkopfball (3.) und der aus Bischofswerda zurückgekehrte Tom Grellmann erhöhte eine Viertelstunde später auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Neustadt in der 78. Minute durch ein Kopfballtor von Damian Paszlinski. Zuvor hatte auf der Gegenseite Robin Huth einen Strafstoß an den Pfosten des Gäste-Tores geschossen (67.).

„Der Sieg ist ganz wichtig für den Kopf“, brachte es der Kamenzer Geschäftsstellenleiter Frank Terks auf den Punkt. Auch Frank Rietschel, der es mit seinen Jungs noch pünktlich ins Leipziger Stadion schaffte, um sich den Bundesligagipfel zwischen RB und dem FC Bayern anzuschauen, fiel ein Stein vom Herzen: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, hätten aber das dritte Tor nachlegen müssen. Gries, Grellmann und Häfner verpassten leider ihre Chancen. Dann verschießen wir auch noch einen Elfmeter. Ich hoffe, der Sieg löst ein paar Bremsen.“

Bautzen: Zoul - Gröschke, Sidlo, Patka (41. Röhle/85. Gärtner), Rülicke, Noack (64. Hentsch), Fischer, Kloss, Kubitz, Hentschel und Hagemann.

Kamenz: Kostal - Wocko, Sobe (73. Krautschick), Gries, Grellmann (78. Schulze), Häfner (84. Hänsel), Labisch, Huth, Schidun, Schöne und Graage.