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Kamenz wird Sitz der neuen Pfarrei

Der Bischof in Dresden hat im Fusionsprozess mit Radeberg und Bischofswerda entschieden. Auch zum Namen der Pfarrei. 

Die Kamenzer Pfarrkirche Maria Magdalena. © Matthias Schumann

Kamenz. Am 26. Mai 2019 wird die Fusion der drei römisch-katholischen Kirchgemeinden in Kamenz, Bischofswerda und Radberg offiziell abgeschlossen sein. An diesem Tag will Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen, die Gründung der neuen Pfarrei mit einer Eucharistiefeier vollziehen. Sie soll in der Pfarrkirche in Kamenz stattfinden. 

Damit ist auch die Entscheidung zum Sitz der Pfarrei gefallen. Vor Ort gab es dazu keine Einigung, wobei im Abstimmungspatt wohl eine Tendenz zu Bischofswerda hin bestanden hat. Dem Bischof wurde die Entscheidung anheimgestellt, der für die gliederstärkste Pfarrei votierte und auch die Tatsache berücksichtigt, dass „in Kamenz eine bemerkenswerte Vielfalt kirchlicher Orte“ bestehe – gerade in katholischer Trägerschaft. Dies werde auch den Prozess des Zusammengehens der drei Pfarreien stärken. Der Bischof vertraue dabei ausdrücklich darauf, dass „die Lebendigkeit und das vielfältige Engagement der jetzigen Pfarreien Bischofswerda und Radeberg erhalten“ bleibe.

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Auch zum Namen der Pfarrei, dem sogenannten Patrozinum, wurde entschieden. Eigentlich hatten die Gremien vor Ort einen neuen Namen gewollt. Der Bischof legte fest, dass die Pfarrei und die Pfarrkirche wie bisher nach Maria Magdalena benannt sein wird. Dies entspräche der Intention des Papstes, der die Heilige als erste Auferstehungszeugin den Aposteln gleichgestellt habe. Damit werde außerdem die Würde der Frau in der Kirche unterstrichen, wie es ausdrücklich heißt. 

Betroffen von der Fusion sind 4.300 Katholiken – 1.900 in Kamenz und jeweils 1.200 in Bischofswerda und Radeberg. (SZ)